Der Regulator verdient mit
Die Errungenschaften der Pharmaindustrie sind enorm. Die Unternehmen agieren jedoch unter dem Einfluss von Anreizen, die problematisch sein können.
Besser als das Image
Die Errungenschaften der Pharmaindustrie sind enorm. Die Unternehmen agieren jedoch unter dem Einfluss von Anreizen, die problematisch sein können.
Das Engagement der Pharmaindustrie in Bundesbern stösst immer wieder auf Kritik. Dieses ist allerdings die logische Folge der starken Regulierung.
Patente schützen innovative Pharmafirmen vor Trittbrettfahrern. Sie werden auch im Zeitalter der künstlichen Intelligenz wichtig bleiben.
Wer reich und berühmt werden kann, ist sehr motiviert, Spitzenleistungen zu erbringen, auch in der Forschung. Das ist nur mit Patenten möglich.
Patente versuchen, Ideen zu besitzen – und scheitern daran. Sie bremsen Innovation und besteuern unser gemeinsames geistiges Erbe.
Ein schneller Zugang zu neuen Medikamenten ist wichtig. Schnelligkeit kann auf Kosten von Evidenz über Sicherheit und Wirksamkeit gehen. Wie wenig Evidenz sind wir in Kauf zu nehmen bereit, damit Patienten früher Zugang zu neuen Therapien erhalten?
Die Entwicklung von Arzneimitteln ist teuer. Damit sich Forschung für Pharmafirmen lohnt, braucht es eine kluge internationale Koordination bei den Preisen – sonst werden Wirkstoffe gar nicht hergestellt.
Ein sofortiger Ausstieg aus Tierversuchen ist derzeit unrealistisch. Neue Methoden bieten jedoch die Chance, Tiere gezielter zu ersetzen, ihre Zahl zu senken und Belastungen konsequent auf das Nötigste zu begrenzen.
Arzneimittel werden seit Jahren günstiger. Dass die Ausgaben dennoch steigen, liegt vor allem an der wachsenden Zahl von Behandlungen und an neuen Therapien.
Wenn es um Pharma geht, tönt der Hass überall gleich, von links bis rechts. Von Stolz über die bedeutendste Exportbranche des Landes ist jedenfalls wenig zu spüren. Warum eigentlich?
Die Pharmaindustrie ist immer wieder Zielscheibe von Kritik. Wir unterziehen die sechs populärsten Vorwürfe einem Realitätscheck.