Die neuen Brandstifter und die Feigheit des Rechtsstaats
In Frankreich, Deutschland, Italien und nun auch in der Schweiz brennt es auf der Strasse. Die Täter rechnen nicht mit Konsequenzen, die Öffentlichkeit fürchtet die Ursachen.
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In Frankreich, Deutschland, Italien und nun auch in der Schweiz brennt es auf der Strasse. Die Täter rechnen nicht mit Konsequenzen, die Öffentlichkeit fürchtet die Ursachen.
Während die Linken die steigenden Lebenshaltungskosten zum Wahlkampfschlager machen, wischen Bürgerliche sie beiseite. Dabei wäre das Thema Kaufkraft ein liberaler Erfolgsgarant.
Politische Debatten verkommen zur Pflege von Feindbildern und zur Selbstdarstellung der Parteien. Dabei steht mehr auf dem Spiel als die Debattenkultur: Eine freiheitliche Gesellschaft braucht Menschen, die Argumente prüfen und eigenständig urteilen.
Der Begriff der «Vergesellschaftung» wurde von linken Aktivisten gekapert und missbraucht. Dabei wäre er – richtig verstanden – eine gute Idee.
Physik kennt keine Moral, Biologie keine Gesetze der Politik. Linke Anliegen scheitern an Fakten statt an politischen Gegnern.
In der politischen Auseinandersetzung wird das Etikett «Nazi» gerne als Totschlagargument gegen bürgerliche Positionen missbraucht. Im Gegenzug versucht die «Neue Rechte», den Nationalsozialismus als links umzudeuten. Beides ist falsch – und verharmlost die historische Realität.
Firmenvertreter wollen weniger Regulierung. Und fordern zugleich neue Regulierungen, die ihre eigene Branche schützen.
Etiketten wie rechts und links machen heute nicht mehr deutlich, welche Realpolitik damit gemacht wird. Hilfreicher wäre eine Unterscheidung zwischen Gesinnungs- und Verantwortungsethik.
Die Geschichte des «Schweizer Monats» hat ein dunkles Kapitel. Es hält Lektionen für heute bereit.
Die Frage sollte nicht lauten, wann es für ein Land moralisch geboten ist, neutral zu sein, sondern wie es der Schweiz gelingen kann, möglichst nützlich und ungefährlich zu sein.
Wetter, Essen, Automarke: Fast alles wird politisch. Ideologie ist für viele Teil der Identität. Das schadet allen.
Egal ob Islamismus, Gruppenvergewaltigungen, Messerstechereien, Homophobie oder Frauenhass: Geht es nach den Linken, sind die Rechten schuld daran.
Ursprünglich als Sicherheitsnetz konzipiert, ist der Sozialstaat zum Rundum-sorglos-Angebot gewachsen. Doch im Streben nach der sozialen Utopie zerstört er sein eigenes Fundament.
Im massenmedialen Gezänk zwischen rechts und links ist es schwer, liberal zu bleiben. Trotzdem – oder gerade deshalb – muss die Freiheit gegen sozialistische wie nationalistische Kollektivismen verteidigt werden.
Nach dem Nein zur 10-Millionen-Initiative mokiert sich das linksurbane Kommentariat über die angebliche Irrationalität der Befürworter. Und offenbart damit die eigenen Denkfehler.
Die Ausgaben des Bundes laufen aus dem Ruder. Höchste Zeit, dass die Bürger die Politiker zur Verantwortung ziehen.