Max Rüdlinger (2/2) Aus der Schublade
Auszug aus den Tagebucheinträgen über die Dreharbeiten von Clemens Klopfensteins «Das Schweigen der Männer»
Auszug aus den Tagebucheinträgen über die Dreharbeiten von Clemens Klopfensteins «Das Schweigen der Männer»
8 Bücher, vorgestellt in der dreiundzwanzigsten Folge der «Schweizer Autoren in Kurzkritik». Fortsetzung folgt.
Eine Antwort aus dem Stegreif von Klaus Wellershoff Und ein Anstoss von ihm selbst: «Freiheit ist, nicht über Freiheit reden zu müssen.»
Martin Suter hat einen Roman geschrieben, der mehr sein will als spannende Unterhaltung. Stand im Zentrum von Suters letztem Buch «Der letzte Weynfeldt» das Privatleben eines schrulligen Zürcher Millionärs, so konfrontiert das vorliegende seine Leser mit der Globalisierung. Ein mittelloser tamilischer Koch kämpft gegen erpresserische Landsleute, ausländerfeindliche Schweizer und seine
Das Theater ist in der Krise, heftiger und grundlegender, als man es noch vor zehn Jahren für möglich gehalten hätte. Längst ist sein Anspruch zerronnen in der fortwährenden Verwässerung des Kulturbegriffs, der von der «Unternehmens-» bis hin zur «Szenekultur» keinem, auch noch so marginalen, Lebensbereich vorenthalten wird. Die Mahnung, es
Unbeirrt mehr vom selben – mehr Papiergeld, mehr Kredite, mehr Versprechen – hilft nicht, Abstürze unseres Finanzsystems in Zukunft zu vermeiden. Die Philosophen unter den Ökonomen kritisieren schon lange unser freischwankendes Geldsystem. Peter Bernholz sagt: «Die Frage ist, ob die Zentralbanken weiter auf Geldwertstabilität setzen können – oder ob sie diese Maxime aufgeben,
Markt oder Staat? Im Westen diskutieren wir, ob das Heil in mehr Markt oder mehr Staat zu suchen sei. Dabei kennen wir Märkte nur noch aus den Lehrbüchern. Anders die Asiaten. Sie reden nicht über den Markt. Sie praktizieren ihn. Und wie.
Und die AHV? Hat unser Wohlfahrtsstaat Zukunft? Diese Frage lässt die «Schweizer Monatshefte» nicht los.* Dabei ist klar: in seiner heutigen Form hat er keine. Das ist gut so. Überlegungen eines jungen Realisten.
CH & EU Die EU will den gemeinsamen Markt neu lancieren. Sagt sie. In Wahrheit ist sie daran, die Steuern der EU-Länder zu harmonisieren und also anzuheben. Die Schweiz sollte sich warm anziehen.
Medienkritik I Der Klimawandel ist menschengemacht. Wer dem widerspricht, ist von der Fossilwirtschaft gekauft. Dies verkünden Klimaforscher. Und die meisten Medienleute. Damit ruinieren sie ihren Ruf. Vielleicht sogar nachhaltig.
Medienkritik II Die schweizerischen Leitmedien im Printbereich haben sich im fiebrigen Herbst 2009 zeitgleich erneuert. Es ging vor allem um Kosmetik und Design. Was aber ist mit den Inhalten?
Und die Demokratie? Brauchen wir mehr direkte Demokratie? Oder mehr Rechtsstaat? Die politische Debatte nach dem Minarettverbot hat sich auf ein allzueinfaches Entweder-Oder reduziert. Eine Nachlese.
Wir sind auf die Finanzordnung fixiert, in der wir leben. Die Ordnung ist, wie sie ist, und sie ist gut so: staatliches Geld, möglichst unabhängige Zentralbanken, private und halbstaatliche Geldinstitute in einem Teilreserve-Bankensystem, in dem Geld aus dem Nichts geschaffen werden kann. Kein Zweifel – die Jahrzehnte seit dem Zweiten