Helfen wollen
Der Westen spielt sich gegenüber Afrika noch immer als wohlwollender grosser Bruder auf. Für eine Geschäftsbeziehung taugt das nicht.
Der Westen spielt sich gegenüber Afrika noch immer als wohlwollender grosser Bruder auf. Für eine Geschäftsbeziehung taugt das nicht.
Die Geheimdienste sammeln Bürgerdaten heute per Schleppnetz. Das kümmert keinen – bis es zu spät ist. Eine Anleitung zum Schutz gegen digitale Übergriffe.
Es gibt gute Gründe, gegen die heutige Finanzwirtschaft und ihr Bankenwesen zu protestieren. Mit Kapitalismus haben sie allerdings wenig zu tun.
Das Recht zur freien Meinungsäusserung erscheint uns heute so selbstverständlich, dass es keiner Verteidigung bedarf. Das ist ein Irrtum.
Die französischen Aufklärer gelten als unerschrockene Helden der freien Rede. Ihren Kampf gegen kirchliche und königliche Satzungen fochten die Publizisten mit subversiven Mitteln – und freundlicher Unterstützung der Zensurbehörde.
Die von den europäischen Aufklärern hart erkämpften Freiheiten enden im Hörsaal oft schon vor Ablauf des akademischen Viertels. Das stört nicht nur die Professoren, sondern den gesamten Universitätsbetrieb.
Das Problem wurde früh erkannt, ist aber noch immer ungelöst: In der Anonymität des Webs grassiert eine Unkultur aus Tipp-Tourette, Cholerik und Diffamierung. Was tun?
Russische Schriftsteller wissen, was politische Zensur bedeutet. Das gilt nicht nur für die Klassiker, sondern auch für ihre Nachkommen. Eine neue Generation sagt nun offen: die Erinnerung an die totalitäre Vergangenheit hilft, eine totalitäre Zukunft zu verhindern. Das allein reicht aber nicht.
Menschen haben das Recht, Dummheiten zu verbreiten. Damit hat Political Correctness ein Problem. Doch der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte verhindert, dass die Schweiz Exzentriker in die Mitte zwingen kann. Das ist wichtig und richtig.