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Cover: Natur
Juni 2026

Ausgabe 1122 – Juni 2026

Natur: Die gezähmte Wildnis

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In dieser Ausgabe

Schwerpunkt

Das Gehirn wächst an der Instabilität

Das Gehirn wächst an der Instabilität

Die aussergewöhnlichen kognitiven Fähigkeiten des Menschen entstanden nicht in kontrollierten und sicheren Umgebungen, sondern im ständigen Umgang mit Bewegung und Unsicherheit. Doch genau von diesen Bedingungen entfernt sich der moderne Mensch immer mehr.

Der Gesellschaftsvertrag der Natur

Der Gesellschaftsvertrag der Natur

Kooperation beginnt nicht erst mit Verträgen oder staatlicher Ordnung. Sie hat eine natürliche Vorgeschichte: Menschen beobachten einander, deuten Signale, bauen Vertrauen auf, ahmen erfolgreiches Verhalten nach – und stabilisieren so allmählich gemeinsame Normen.

Wir waren schon immer Cyborgs

Wir waren schon immer Cyborgs

Die Gegner des Transhumanismus ziehen eine scharfe Grenze zwischen Natur und Technologie. Doch diese Grenze existiert nicht. Es gab keinen Urknallmoment, in dem der Mensch auf Technologie stiess – nur einen fortlaufenden Prozess der Koevolution.

Dossier

Die Stimme ohne Interesse

Die Stimme ohne Interesse

Künstliche Intelligenz hat weder Gewissen noch Karriere. Befragt man sie sokratisch nach der Tötung Unschuldiger im Krieg, spricht sie eine Wahrheit aus, die älter ist als sie selbst – und die wir längst zu vergessen versuchten.

Europa dämmert vor sich hin

Europa dämmert vor sich hin

Wir leben zwischen Grössenwahn, Realitätsflucht und seelenlosem Opportunismus. Warum das so kam, lässt sich von Hermann Brochs «Die Schlafwandler» lernen, einem Meisterwerk des Modernismus.

Liberalismus und Katholizismus gehören zusammen

Liberalismus und Katholizismus gehören zusammen

Liberalismus und Katholizismus werden oft als Gegenspieler wahrgenommen. Doch ohne das christliche Fundament verkommen Freiheit und Menschenwürde zu hohlen Sentimentalitäten. Ein Plädoyer für die Rückbesinnung auf Rom – als Anker für eine krisengeschüttelte Welt.

Aktuelle Debatten

250 Jahre Missgunst

250 Jahre Missgunst

Den amerikanischen Traum für tot zu erklären, ist kein neuer Trend, sondern zieht sich durch die gesamte Kulturgeschichte. Von Adorno bis Baudrillard zeigt sich: Die europäische Ablehnung der USA ist oft nur eine ins Gegenteil verkehrte Bewunderung.

Weitere Beiträge

Aktuelles

Krankheit lohnt sich

Krankheit lohnt sich

Prävention wird kaum honoriert, Krankheit dagegen zuverlässig finanziert. Die Pflege-Unternehmerin Alessia Schrepfer erklärt, warum diese Fehlanreize Patienten und Pflegekräfte belasten – und weshalb das System von Grund auf neu gedacht werden muss.