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Cover: Kunstraub - Raubkunst
April 2005

Ausgabe 939 - April 2005

Kunstraub - Raubkunst: Wem gehört geraubte Kunst?

Autoren dieser Ausgabe:

In dieser Ausgabe

Dossier

(5) Ein schlichtes Gemüt

Wie stellen Sie sich einen Kunsträuber vor? Zuvorkommend, kunstliebend und intelligent? Ein Gentleman mit einem brillanten Plan, geleitet von idealistischen Motiven? Alles falsch.

(2) Spurensuche: Egon Schieles «Tote Stadt III»

Fehlende Indizien, fehlende Beweise, manchmal auch nur Schweigen: das bis heute ungeklärte Schicksal der Kunstsammlung des jüdischen Kabarettisten Fritz Grünbaum verdeutlicht beispielhaft, wie schwierig sich die Arbeit der Provenienzforschung mitunter gestaltet.

(0) Kunstraub – Raubkunst

«Ich bin oft weg von zu Hause, manchmal für ein paar Tage, manchmal für mehrere Monate. Bevor ich verreise, muss ich einen Elektriker kommen lassen, der die Bilderleuchten abmontiert, die Bilder aus ihrem Rahmen nimmt und sie in den Tresor bringt. Das ist ein ärgerliches Tun, und ich weiss, dass

Aktuelle Debatten

Von Sparwut und Steuergeschenken

Von Sparwut und Steuergeschenken

In der gegenwärtigen wirtschaftspolitischen Debatte lässt sich ein beunruhigender Trend feststellen: Begriffe werden sinnentleert, suggestiv verwendet oder bezüglich ihres wahren Inhalts umgedeutet. Eine kohärente, wachstumsfreundliche Wirtschaftspolitik kann es jedoch nur bei begrifflicher Klarheit geben. «Unklare Begriffe gehören zu den Torheiten der Zeit», sagte vor mehr als 50 Jahren Wilhelm Röpke,

Weitere Beiträge

Editorial

Würde alle geraubte Kunst ihrem Besitzer zurückgegeben, böte sich dem Besucher der Museen und Kunstsammlungen ein seltsames Bild: verwaiste Podeste in der Abteilung für antike Skulpturen, freie Flächen in den Räumen, die der Kultur der Majas oder der alten Ägypter gewidmet sind, weisse Flächen dort, wo vertraute Werke der Moderne

Osteuropäische Beispiel vor Schweizer Hintergrund

In letzter Zeit ist das Territorialprinzip hierzulande vermehrt als kritikwürdig bezeichnet worden. Vergleiche mit der Minderheitenproblematik in Ostmitteleuropa zeigen indessen auf, wie viel die Eidgenossenschaft dem Grundsatz der kantonalen Sprachhoheit zu verdanken hat.

Von der «Rule of Law» zur «Rule of Suspicion»

Vorschriften gegen Diskriminierung zeitigen mitunter ge-radezu groteske Wirkungen; immer wieder beschneiden sie aber auch die Vertragsfreiheit des Bürgers in einer Art und Weise, die weit über das Ziel hinausschiesst und zuletzt die freiheitliche Grundordnung schlechthin unterläuft.

Was taugt das Mehrheitsprinzip?

Freiheit, Frieden und Gerechtigkeit sind zentrale Ziele jeder Gesellschaft, doch ihre Priorität ist umstritten. Können Mehrheiten darüber entscheiden? Nicht grundsätzlich – entscheidend ist, welche Mehrheit über welche Freiheit und Gerechtigkeit bestimmt.

Kunst erklären?

Kunstwerke rufen oft Verwirrung hervor. Wir freuen uns über Erklärungen, doch auch wenn wir meinen, dass Kunst für sich selbst spricht, diskutieren wir gerne darüber.

Leserzuschrift zum Dossier «Stiftungen», Ausgabe 02/2005

In der Gastkolumne des Dossiers «Stif-tungen» zählt Peter Forstmoser einige Probleme des Stiftungswesens auf und schreibt: «Wie wäre es, eine Art Börse – oder mehrere Börsen – für Stiftungsideen einzurichten, Marktplätze, an denen Opportunitäten für gemeinnützige Zu-wendungen angeboten werden?» Eine solche «Börse» gibt es seit drei Jahren in der Form

Martin Gumpert – 58 Jahre Zeitgeschichte

Martin Gumpert (1897–1955) lebte in einer ereignisreichen Zeit. Der in Berlin geborene Autor starb in New York. Sein Leben spiegelt literarische Strömungen von der wilhelminischen Ära bis nach dem Zweiten Weltkrieg wider.

Politik zum Nachschlagen

Gisela Riescher (Hrsg.) Politische Theorie der Gegenwart: In Einzeldarstellungen von Adorno bis Young. Stuttgart: Kröner, 2004. Manfred Schmidt Wörterbuch zur Politik Stuttgart: Kröner, 2004.

Aktuelles

Krankheit lohnt sich

Krankheit lohnt sich

Prävention wird kaum honoriert, Krankheit dagegen zuverlässig finanziert. Die Pflege-Unternehmerin Alessia Schrepfer erklärt, warum diese Fehlanreize Patienten und Pflegekräfte belasten – und weshalb das System von Grund auf neu gedacht werden muss.