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Cover: Hochschule im Wettbewerb
Mai 2004

Ausgabe 933 - Mai 2004

Hochschule im Wettbewerb: Interview mit Kurt Wüthrich

Autoren dieser Ausgabe:

In dieser Ausgabe

Dossier

Machen es die anderen besser?

Das Schweizer Hochschulsystem im internationalen Vergleich Ein Blick auf die Verhältnisse im Ausland erhellt Eigenheiten und Probleme zuhause: die enorme Viel- falt der Strukturen etwa, die Schwierigkeiten strategischer Steuerung oder einen Nachholbedarf im Bereich der Evaluation.

Stellen wir die falschen Fragen?

Eine bildungspolitische Standortbestimmung Die «Baustelle Bildung» ist auch in der Schweiz von hektischer Betriebsamkeit geprägt. Was aber fehlt, ist ein klares Leitbild – eine Vision, die der Vielzahl von Anstrengungen Richtung und Sinn geben könnte.

33 Jahre Anti-Institution

Eine Privatschule für Kunst in Zürich Die Zürcher F+F Schule für Kunst und Mediendesign wird nicht vom Staat getragen. Die stete Knappheit der Ressourcen zeitigt durchaus auch positive Folgen – und man ist stets frei geblieben, neue Wege zu gehen.

Private Alternativen zur Staatsuniversität

Die Universität als Ordnungspolitisches Problem In Deutschland ist das Hochschulwesen fast zu 100 Prozent ein Staatsmonopol. Die wissenschaftliche Vormachtstellung der USA beruht hingegen auf den wenigen weltweit renommierten Privatuniversitäten.

Hochschulstandort Schweiz

Profilierung als Chance und Herausforderung. Die Schweiz hat gute Chancen, ihre Hochschulen auch international in den vordersten Rängen zu positionieren. Allerdings sind hierzu eine neue strategische Ausrichtung und entsprechende Anpassungen notwendig.

Aktuelle Debatten

Wege aus der Mehrheitsfalle

Lehren aus der Abstimmung vom 16. Mai Es braucht in der Schweiz ein Umdenken gegenüber dem sozialen Stellenwert des Gewinns, eine schrittweise Abkehr vom Neid-Paradigma, das unter dem Motto «Soziale Gerechtigkeit» auch die bürgerliche Politik dominiert.

Der Staat und die Kinder

Verzicht auf Nachwuchs wird belohnt Der demographische Wandel ist für die Wohlfahrtsstaaten Europas eine Herausforderung von epochaler Dimension. Implizit betreiben sie alle eine aktive Bevölkerungspolitik – mit Abreizen statt mit Anreizen.

DDR – eine Spurensuche

Versuche einer vorläufigen Bilanz Die DDR gibt es seit 1990 nicht mehr, die Berliner Mauer ist unverzüglich ab-gebrochen worden. Aber die Ostalgie ist selbst bei Leuten, die mit der SED nichts am Hut hatten, keineswegs verschwunden.

Frische Brise vom Bodensee

Frische Brise vom Bodensee

«Lieben belebt», wusste Goethe. Die Mitwirkung am Aufbau einer anspruchsvollen, international ausgerichteten privaten Universität in Deutschland auch. Eine belebende Erfahrung. Dabei wollte ich – angesichts der Selbstdarstellung dieser Zeppelin University als «toll. kühn. neu. gierig.» – gleich abwinken. Tollkühnes haben wir in den letzten Jahren schliesslich schon genug erlebt, in Wirtschaft wie

Weitere Beiträge

L‘homme-collage

Kurt Schwitters, der Erfinder des MERZ, wird im Museum Tinguely Basel mit einer Retrospektive gewürdigt, die laut Beitragsankündigung so fesselnd sein soll, dass sie jeden Zweifel zerstreut.

Die Bodmeriana, ein Chorus Mysticus

Rundgang durch dreitausend Jahre Kulturgeschichte 160’000 Handschriften, Autographen und Erstausgaben, von der altägyptischen Zeit bis ins 20. Jahrhundert, umfasst die Sammlung von Martin Bodmer in Genf. Durch dem Umbau von Mario Botta öffnet sie sich dem Publikum.

Am Pfahl gebunden

Eduard Mörike, entstaubt Runde Geburtstage versprechen Dichtern und Denkern oft neue Aufmerksamkeit. So auch der 200. Geburtstag Eduard Mörikes. Der Rezensent des folgenden Beitrags bespricht eine Auswahl der Neuerscheinungen. Massstäbe zu setzen weiss nur eine.

Sie rauchte Zigarren

George Sand zum 200. Geburtstag George Sand, alias Amandine-Aurore-Lucile Baronne Dudevant, lebte freisinnig, liebte leidenschaftlich, schrieb subversiv und erfand den Frauenroman neu. «Niemals käme ein Mann zu solcher Einsicht und wagte sie zu äussern», befand ein zeitgenössischer Kritiker.

Ein jüdischer «Candide» im Reich des Bösen

Kertész, als ungarischer Jude im Holocaust, erfährt das Böse unmittelbar. Sein Schreiben in «Roman eines Schicksallosen» rekonstruiert dieses Böse durch Banalität, um seine Existenz durch Nicht-Existenz sichtbar zu machen – ein Versuch, Authentizität und Identität zurückzugewinnen.

Kants «Kritik der reinen Vernunft»

Die Möglichkeit der Metaphysik im 21. Jahrhundert Der dritte Beitrag der Reihe zur aktuellen Bedeutung Kants beschäftigt sich mit seiner Erkenntnistheorie und rollt die Rezeptions- und Wirkungsgeschichte der «Kritik der reinen Vernunft» bis in die Gegenwart auf.

Demokratie. Der Gott, der keiner ist

Warum sieht es in einem normalen Vorgarten ordentlicher aus als in einer verschmutzten U-Bahnstation? Die Antwort ist einleuchtend: Der Vorgarten ist Privateigentum. Die U-Bahnstation ist öffentlich zugänglich. Im Gegensatz zu «öffentlichen Gütern» findet man bei privaten Besitztümern jemanden, der klar verantwortlich ist, der ein Interesse am Erhalt hat

Simulanten

Ein Nachspiel in fünf Szenen Berichten Sie mir täglich, auch wenn nichts vorgefallen ist; es kann von Wichtigkeit sein zu wissen, dass sich nichts zugetragen hat, dass Erwartungen ausgeblieben sind. Napoleon im Jahre 1810 an seinen Kabinettssekretär

Aktuelles

Krankheit lohnt sich

Krankheit lohnt sich

Prävention wird kaum honoriert, Krankheit dagegen zuverlässig finanziert. Die Pflege-Unternehmerin Alessia Schrepfer erklärt, warum diese Fehlanreize Patienten und Pflegekräfte belasten – und weshalb das System von Grund auf neu gedacht werden muss.