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Kultur

Endspiel

Endspiel

«Ziehen» steht auf der Scheisstür – und trotzdem drückt er jedes Mal. Wenn man irgendwo hineinwill, dann drückt man. Die Aufforderung zu ziehen erscheint ihm nicht nur unsinnig, sondern geradezu feindselig. Was aber, wenn man drinsteht und wieder rauswill? Julian ist früh dran, obwohl er immer zu spät ist. Dabei mag

Der Agent der kleinen Dinge

SINFONIA Immer wieder hörte er «Die Schuldigkeit des ersten Gebots», Mozart musste es mit 11 Jahren schreiben, ein göttlicher Befehl möglicherweise. Was glaubte er in dieser Musik zu finden? Eine Lösung? Eine Erlösung? Angelo war in dieser Zeit an einem Punkt angelangt, von dem aus er geneigt war, die Ereignisse

Schöpfungskrone und Pflanzenkunst

Schöpfungskrone und Pflanzenkunst

Der Mensch ist nur so einzigartig wie alle anderen Erdenwesen auch. Was als Einsicht harmlos klingt, ist genau besehen eine Zäsur in der Menschheitsgeschichte – und ein Ausgangspunkt für neue Kunstformen: Verschmelzen Menschen mit Petunien, sind wir im Zeitalter der Bio-Art.

Die Kunst der Stunde: Performance Art

Performance Art gilt weithin als die Kunstform der Stunde. Ständig und überall «beleben» Performances das Kunstgeschehen! Während im artverwandten Happening der 1960er und 1970er Jahre noch eine gewisse Komik angelegt war, herrscht bei der Performance heute aber ein heiliger Ernst vor. Das liegt vor allem daran, dass dem Publikum nie

Zürich

Zürich

Vielleicht eine rüde Herangehensweise, die Stadt an ihren Gaststätten zu messen. Aber sie schmecken und klingen und versammeln die Welt. Dann ist hier dort und dort hier, Spanien springt in die Limmat, Japan zeigt die Zunge und alle sind froh.

Hilfe, ich hasse Kunst!

Von Zeit zu Zeit werden am Rande des Kunstbetriebs schrille Stimmen laut, die den Kunstmarkt mit Hasstiraden und Zerstörungsphantasien bedenken – und damit die Kunst gar zu retten versprechen. Dieses Phänomen kennt die Kunstgeschichte seit den Futuristen. Hinzu kommt der unterschwellig stets vorhandene Kunsthass des Stammtischs, hinter dem sich allerdings meist

Deutschland

Digitalisierte Dämonen, dickdarmkranke Diktatoren und dünnschissige Demagogen denken dialektisch, während die demoskopische Demokratie durch diverse Desaster dahindöst. Deutschland – Dornröschen – definiert die Dolchstosslegende, duldet Drachenblut und die Diaspora.

Die Infantilgesellschaft und das grosse Grinsen

Bin ich ein «Kulturpessimist», wenn ich feststelle, was jedermann feststellen kann – dass nämlich der heutige globale Kulturbetrieb bei all seiner phänomenalen Buntheit und Diversität eben doch nur ein graues Gesamtbild abgibt? Es geht mir keineswegs darum, den vorherrschenden Zeitstil, der die Stilvielfalt zur Stillosigkeit verkommen lässt oder, umgekehrt, die Stillosigkeit

Kurzvermessung der digitalen Welt

Das Netz verändert Lebens- und Verlagswelt – aber verändert es auch die Literatur? Der Schriftsteller Daniel Kehlmann über unmögliche Romankonstellationen, unmögliche Userkommentare und über digitale Verantwortung.

Painter of the People

In Schottland läuft der Countdown zur Volksabstimmung über den Austritt aus dem Vereinigten Königreich. Im September 2014 werden wir vielleicht Zeugen dieser Sezession. Doch neue Nationen brauchen stets auch künstlerische Exponenten, kulturelle Aushängeschilder – so liegt es nahe, in der Glasgower Kelvingrove Art Gallery einen Blick auf die Retrospektive von Jack

Irritierende Idylle

Auf meinem Flugticket stand wieder einmal «Switzerland». Schon fast Touristin im eigenen Land, liess ich mich für einen Sonntagsausflug auf den Pilatus begeistern. Auf nach Alpnach! Die Zugabteile voller Touristen und Wandergruppen, vor dem Fenster der Vierwaldstättersee, die goldene Herbstsonne – rasch wurde mir bewusst, wie sehr ich meine Heimat vermisst

Felsgeburt

Felsgeburt

Der deutsche Schriftsteller Thor Kunkel ist aus dem eitlen Berlin auf die ruhige Riederalp im Wallis gezogen. Wenn er gerade nicht schreibt, wandert er. Seine hier exklusiv vorliegende «Bergmeditation» ist nicht weniger als der würdige literarische Abschluss des Wanderherbsts 2013.

Der Testosteronbunker von Usedom

Der Testosteronbunker von Usedom

Die Journalistin und Schriftstellerin Silvia Tschui erhielt Zutritt zu Deutschlands renommiertestem Boxstall. Entstanden ist dabei das flirrende literarische Kurzportrait einer abgeschotteten Männergesellschaft. Und die ist so angenehm nicht.