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Kolumne

Der Citoyen als Innovationsberater

Der Citoyen als Innovationsberater

Die Teilhabe der Bevölkerung an der offiziellen Politik ist in vielen Ländern auf einen Tiefpunkt gesunken. Aus Schweizer Sicht denken wir, dass mehr direktdemokratische Mitbestimmung ein Allheilmittel wäre, um den Graben zwischen politischen Verantwortungsträgern und Bevölkerung zu verkleinern. Es gibt jedoch durchaus auch andere spannende Formate, um den politisch interessierten

Arbeit im Alter

Kürzlich wurde in der Schweiz Alarm geschlagen: in den nächsten Jahren werden tausende VEP (Very Experienced Persons), erfahrene Führungs- und Fachkräfte, fehlen. Tatsächlich wird die Generation «Baby Boomer», die Jahrgänge 1945–1965, in den kommenden zehn bis fünfzehn Jahren aus dem Arbeitsleben ausscheiden – sofern Unternehmungen und die öffentliche Verwaltung dabei

Schweizer Landesrecht über alles?

Schweizer Landesrecht über alles?

Laut SVP-Führung soll der Grundsatz, dass Schweizer Recht ausländischem Recht vorgeht, in der Bundesverfassung verankert werden. Am 25. Oktober werden die Delegierten der Partei über die Lancierung einer diesbezüglichen Initiative abstimmen. Bei Annahme nimmt die SVP eine Kündigung der Europäischen Menschenrechtskonvention, kurz: EMRK, bewusst in Kauf. Wir wären, falls

Wie werden wir in 50 Jahren leben und wirtschaften?

Wie werden wir in 50 Jahren leben und wirtschaften?

Ich glaube, die Mehrheit der globalen Probleme, mit denen wir heute kämpfen, wird in der Zukunft absolut irrelevant sein. Davon dürfen wir ungeniert ausgehen, denn das ist eine zentrale Lehre aus der bisherigen Menschheitsgeschichte. Entwickelte Länder werden künftig ihre Ökonomien auf nachfrageorientierte Modelle umstellen, Crowdfunding und Co. sind heute erste

Publizisten und Unternehmer II

Ich habe das mal untersucht: Die Mainstream-Medien unterscheiden durchaus zwischen Manager und Unternehmer. Der eine denkt kurzfristig, der andere langfristig; der eine denkt nur an sich, der andere auch an seine Leute. Der eine ist ein skrupelloser Opportunist, der andere ein halbwegs verantwortungsvoller Akteur. Der eine ist zum Abschuss

«Aktivismus»

«Aktivismus»

Aktiv ist attraktiv. Ein Mittel gegen den unwirschen Darm heisst deshalb Aktivkohle, Putzmittel wirken aktiv gegen Schmutz, Senioren sind nicht nur vital, sondern auch rundum aktiv, und wer es besonders gut meint, wird proaktiv tätig, agiert also, bevor er aktiv wird, was eigentlich doppelt gemoppelt ist, aber egal: doppelt hält

Die nächste Katastrophe…

Die nächste Katastrophe…

Wer ist für die Klimakatastrophen dieser Welt verantwortlich? Der moderne Mensch, wer denn sonst. Er zerstört die Umwelt, verpestet die Luft, vermüllt die Meere, vergiftet die Atmosphäre. Durch seinen zerstörerischen Lebensstil, seine Konsumwut, seinen Mobilitätswahn. Wenn wir so weitermachen, wird die Erde bald unbewohnbar. Sagen die Klimaexperten. Und predigen uns

Warum wollen wir das tun?

Aus eigener Erfahrung in internationalen Unternehmungen und aus Gesprächen ist mir aufgefallen, dass heute oft dieselben Fragen gestellt werden: 1. Was kostet es? 2. Wie kann man es messen? 3. Wie machen es die anderen? 4. Bis wann kannst du es liefern? 5. Was willst du von mir? Diese Fragen

Nationalstolz: Inspiration Deutschland

Nationalstolz: Inspiration Deutschland

Ich hatte während der Fussball-WM ein eindrückliches Erlebnis in einer Berliner Beiz, als vor dem Final ein deutscher Kollege neben mir aufstand und die Nationalhymne inbrünstig mitsang. Auf Nachfrage gab er an, dass für ihn als ehemaligen DDR-Bürger die Hymne für den Mauerfall und die neue, grenzenlose Freiheit

Wie sieht die Zukunft des Euro aus?

Wie sieht die Zukunft des Euro aus?

Ich bin diesbezüglich optimistischer als viele Kollegen und glaube: In fünf Jahren werden die Kinderkrankheiten des Euros kuriert sein. Zunächst wird sich langsam, aber sicher die Erkenntnis durchsetzen, dass nationale Regierungen unfähig sind, ihre Finanzen in den Griff zu kriegen. Sie können schon jetzt nicht mehr ungehindert Geld drucken wie

Zensur?

Zensur?

«Man sieht in diesem Jahr, hundert Jahre nach dem Beginn des Ersten Weltkriegs, oft historische Photographien von Schlachtfeldern in Nordfrankreich und Belgien. Alle denken: Nie wieder. Unglaublich ist es in diesem Kontext, dass ein schweizerischer Uhrenhersteller mit Kriegsbildern Reklame macht, neulich in dieser Zeitung. Unter der Überschrift ‹Welcome to our