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Kolumne

Multikulti

«Multikulti» ist die so alberne wie despektierliche Verballhornung von «Multikulturalismus». Kritiker verorten dessen Ursprung wahlweise in linker Naivität, in Werterelativismus oder in der Hinterhältigkeit, die westliche Kultur abschaffen zu wollen. Dabei lässt sich dem eigentlich von bester liberaler Offenheit getragenen Konzept einiges abgewinnen, wenn man nicht den Rechtsrahmen unterschätzt und

Elite

Es vergeht kaum ein Tag, ohne dass sich irgendwer über «die Eliten» ereifert, im raunenden Plural. Wer auch immer damit mit «denen da oben» im Einzelfall gemeint ist, die Phalanx der negativen Konnotationen, die ihn treffen, ist stets dieselbe: Ignoranz, Arroganz, Abgehobenheit, Degenerierung, Klüngel, Verlogenheit. Man reibt sich die Augen:

Vatermord

Vatermord

Der Siegeszug der populären Verachtung der Ökonomie lässt sich bis 1973 zurückverfolgen.

Bürgerlich

Sämtliche nichtlinken Parteien heften sich das Etikett «bürgerlich» an. Das klingt solid, liberal und harmlos; in vielen Fällen passt das auch. Nichtlinks sind indes auch die ganz und gar nicht harmlosen Agitatoren von Pegida, die sich als («besorgte») «bürgerliche Bewegung» sehen, und die «bürgerlich-konservative» AfD, die an der Grenze

Bitte anständig sein

Banker, die trotz Milliardenverlusten und schlechten Eigenkapitalrenditen Millionenboni kassieren, korrupte Manager und bestechliche Beamte – sie alle sind Treiber des Volkszorns. Und was öffentlich als Skandal wahrgenommen wird, dient für Bürokraten aller Couleur als Einladung, Menschen mit Hilfe von Gesetzen und Verordnungen zu «erziehen». Der Einzelfall wird damit nicht selten zum