Ausgabe 947 - Juni 2006
Kulturförderung: Photographien von Christian Riis Ruggaber
In dieser Ausgabe
Dossier
(6) Produktionssystem Kulturwirtschaft
Die Kultur ist ein wichtiger Standortfaktor geworden, und die Kulturwirtschaft gilt in vielen Regionen als Hoffnungsträgerin für die Beschäftigungsentwicklung. Ein Bericht über die Situation in Zürich.
(5) Visionen einer innovativen Kulturpolitik
Kulturförderung hat die Aufgabe, Bedingungen zu schaffen, unter denen sich das kritische Potential der Kultur entfalten kann.
(4) Kunstförderung im Uebergang zur Moderne
Der wohlhabende Kunstförderer in der Antike, aristokratisches, bürgerliches und schliesslich unternehmensgetragenes Mäzenatentum – am Verhältnis zwischen Förderer und Kunstschaffendem lässt sich anschaulich der Wandel der sozialen Beziehungen im Lauf der Jahrtausende aufzeigen.
(3) Mehr Kultur, weniger Staat
Die Wirtschaft ist Bestandteil der Kultur. Es geht bei der privaten Kulturförderung nicht um die Verwirtschaftlichung der Kultur, sondern um die Kultivierung der Wirtschaft und um einen Schutz der Kultur vor der Verpolitisierung und vor der Abhängigkeit von Staatsfinanzen.
(2) Kultur und die Grenzen der Marktlogik
Die Künste wie die Kultur insgesamt funktionieren nach einer Logik, die derjenigen des Marktes und auch der Politik entgegensteht. Sie sind auf einen eigenständigen Bereich angewiesen.
(1) Leitlinien einer subsidiären und konsensfähigen Kulturpolitik
Neben der privaten ist die öffentliche Kulturförderung in der Schweiz wie auch in Deutschland nach wie vor von grosser Bedeutung. Allerdings ist sie stark reformbedürftig. Eine Rückbesinnung auf den Kernauftrag des Staates in diesem Bereich tut not.
(0) Kulturförderung
Ovid hat jenes goldene Zeitalter besungen, in dem die Menschen spontan und ohne Gesetze Treu und Redlichkeit übten und in dem «bewirtschaften» und «kultivieren» noch mit demselben Wort «colere» bezeichnet werden konnten, von dem auch «cultura» abgeleitet ist. Heute erscheinen Wirtschaft und Kultur im öffentlichen Bewusstsein oft sogar als Gegensätze,
(8) Kunstförderung in der Praxis
Kunst am Bau, Kunst im Unternehmen und Kunst im Museum. Walo Bauer, Franz Würth sowie Konrad Bitterli im Gespräch mit Suzann-Viola Renninger über die verschiedenen Wege, wie Kunst und Kultur gefördert werden kann.
(7) Kulturmanagement als professionelle Kulturvermittlung
Die Nachfrage nach professionell ausgebildeten Kulturmanagern nimmt auch in der Schweiz zu. Der neue Beruf gewinnt an Profil und ersetzt schrittweise eine Generation von improvisierenden Praktikern.
Aktuelle Debatten
Verpasste Chancen im Dienstleistungswettbewerb
Im Bereich der Dienstleistungen entstehen die Arbeitsplätze der Zukunft. Denn hier ist es nicht möglich ist, die Menschen durch Maschinen zu ersetzen. Trotzdem ist in der EU der Durchbruch bei der Liberalisierung nicht gelungen.
Ungarn nach den Wahlen
Erstmals nach der politischen Wende von 1989/90 ist in Ungarn eine Regierungskoalition im Amte bestätigt worden. Die nachfolgende Einschätzung knüpft an das Ungarnheft vom vergangenen Februar an und wirft dabei erneut auch Licht auf die spezifische politische Kultur dieses Landes.
Entschädigung von Gewinnern durch Gewinner?
Gegenseitige Öffnungen führen normalerweise für alle beteiligten Länder zu einem Netto-Gewinn. Die Auffassung, die Schweiz habe an die EU-Osterweiterung einen Beitrag im Sinn einer Abgeltung von Vorteilen zu leisten, hält einer sorgfältigen Analyse nicht stand.
Auch Förderer müssen talentiert sein
In meiner bald 25jährigen Erfahrung als Gesuchstellerin für meine Projekte habe ich wundersame Begegnungen erlebt, im Positiven wie im Negativen, neugierige wie auch desinteressierte Gegenüber in den Reihen der Förderer. Eines wurde mir bald klar: ob öffentliche oder private Kunstförderung, beidesmal sind es Menschen, mehr oder weniger begabte, die darüber
Weitere Beiträge
Auf keinen Fall Menschen
Nein, er will keinesfalls als Menschenphotograph gelten. Christian Riis Ruggaber photographiert lieber Gegenstände. Das gehört zu seinem Ruf als Photograph, und so soll es auch bleiben. Dabei sind in Zürich zur Zeit gerade seine Bilder von Menschen häufig zu sehen. Für den Katalog der Saisonvorschau 05/06 des Zürcher Schauspielhauses
Editorial
«Prinz, die Kunst geht nach Brot», antwortet der Maler Conti in Lessings Trauerspiel Emilia Galotti auf die Nachfrage des Prinzen: «Wie leben Sie? Was macht die Kunst?» Conti hatte eine Stelle als Maler bei Hof, verhungern musste er sicher nicht. Doch wollte er darauf hinweisen, dass er malt, wird er
\\»Stadtnetz Schweiz\\»
Das Dossier der Ausgabe Juli/August 2006 gilt dem Thema «Stadtnetz Schweiz». Gast in der Galerie ist die Schweizer Künstlerin Bessie Nager.
Albert Stapfer und die Helvetik
Adolf Rohr, Philipp Albert Stapfer: Minister der Helvetischen Republik und Gesandter der Schweiz in Paris 1798–1803 Baden: hier+jetzt, 2005
Die Schweiz im Zweiten Weltkrieg
Arbeitskreis Gelebte Geschichte, Wir ziehen Bilanz: Zur Haltung der Schweiz im Zweiten Weltkrieg Stäfa: Gut Verlag, 2005
Lennart Meri – ein Leben für Estland
Andreas Oplatka: «Lennart Meri. Ein Leben für Estland. Dialog mit dem Präsidenten.» Zürich: Neue Zürcher Zeitung, 1999. – Diesem Band sind auch die Zitate entnomme
Des Professors Blick auf das Unbehagliche
Jacob Burckhardts Werke in einer monumentalen Gesamtausgabe