Die Zentrale
Tucholskys Auseinandersetzung mit Sinn und Unsinn zentralistischer Strukturen war nicht wissenschaftlicher Natur. Zu einem Klassiker ist sein Text dennoch (oder gerade deswegen) geworden.
Tucholskys Auseinandersetzung mit Sinn und Unsinn zentralistischer Strukturen war nicht wissenschaftlicher Natur. Zu einem Klassiker ist sein Text dennoch (oder gerade deswegen) geworden.
Mit der Zürcher Schriftstellerin und Übersetzerin Ilma Rakusa stellen wir im Fokus «Chamisso-Preis» eine weitere Preisträgerin der seit 1985 jährlich vergebenen Auszeichnung vor. Nach einer Einführung von Michael Wirth folgen Reiseimpressionen aus Sanaa sowie ein Gedicht der Autorin.
Sanaa liegt im Jemen, dem Herkunftsland der Königin von Saba. Sanaa ist ein helldunkles Wort, mit einem ersten offenen und einem zweiten geschlossenen a-Laut, der tief unten in der Kehle ausgesprochen wird und dort rumort. Das Sanfte, das Rauhe, vereint. Sanaas Altstadt gehört zum Unesco-Weltkulturerbe. Die höchsten, die
Ruth Klüger bezeugt in «weiter leben» das Unmögliche: Sie berichtet authentisch von der Shoa, obwohl nur Tote echtes Zeugnis ablegen können. Dieser Widerspruch – dass Schreiben nach Auschwitz unmöglich und zugleich möglich ist – fasziniert den Autor, der Klügers Lebenserinnerungen analysiert.
Äusseres und Inneres. Erscheinung und Essenz. Jacques Chessex ist Meister von beidem. Als Schriftsteller beschreibt er die sinnlich erfahrbare Wirklichkeit in der Schönheit der Natur und der Frauen, als Metaphysiker will er hinter dem Diesseits das Jenseits ergründen.
Bald ist Vernissage im Kunstmuseum des namenlosen südfranzösischen Städtchens am Meer, und die grossgewachsene Museumsleiterin Dora de Keun ist froh, im tüchtigen Iwan Sterner einen erfahrenen technischen Assistenten zu haben. Der beäugt ein wenig misstrauisch den Erfinder Fridolin Berger, der angeblich eine neue Beleuchtungs- und Alarmanlage für das Museum konzipiert.
Es dürfte nicht einfach sein, einen Zeitbeobachter zu finden, der die Szene der jüngsten Debatte zur Schweizer Geschichte während der Zeit unserer Nachbarschaft mit Nazi-Deutschland gründlicher und umfassender kennt als Thomas Maissen, der Verfasser des Buches «Verweigerte Erinnerung» und zahlreicher NZZ-Artikel zum Thema der Verarbeitung der Schweizer Weltkriegsgeschichte.
Das Buch von 160 Seiten Umfang gibt seinen Titel ebenso in den drei anderen Landessprachen wieder wie Zusammenfassungen der insgesamt zwölf Aufsätze. Von diesen sind vier auf Französisch, einer auf Italienisch und einer (zum Teil) auf Rätoromanisch verfasst. Sicherheit ist und bleibt als Thema aktuell. Wenn die Zentralpräsidentin der Neuen
Würde alle geraubte Kunst ihrem Besitzer zurückgegeben, böte sich dem Besucher der Museen und Kunstsammlungen ein seltsames Bild: verwaiste Podeste in der Abteilung für antike Skulpturen, freie Flächen in den Räumen, die der Kultur der Majas oder der alten Ägypter gewidmet sind, weisse Flächen dort, wo vertraute Werke der Moderne
In der gegenwärtigen wirtschaftspolitischen Debatte lässt sich ein beunruhigender Trend feststellen: Begriffe werden sinnentleert, suggestiv verwendet oder bezüglich ihres wahren Inhalts umgedeutet. Eine kohärente, wachstumsfreundliche Wirtschaftspolitik kann es jedoch nur bei begrifflicher Klarheit geben. «Unklare Begriffe gehören zu den Torheiten der Zeit», sagte vor mehr als 50 Jahren Wilhelm Röpke,
In letzter Zeit ist das Territorialprinzip hierzulande vermehrt als kritikwürdig bezeichnet worden. Vergleiche mit der Minderheitenproblematik in Ostmitteleuropa zeigen indessen auf, wie viel die Eidgenossenschaft dem Grundsatz der kantonalen Sprachhoheit zu verdanken hat.