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Aktuelles

Patri Friedman im Gespräch

Er kritisiert die USA und hält moderne Wohlfahrtsstaaten für ineffizient und freiheitsfeindlich. Der Anarchounternehmer Patri Friedman will einen Markt für Staatsexperimente schaffen und baut deshalb schwimmende Städte im Ozean. René Scheu und Florian Rittmeyer trafen ihn in Zürich.

Was heisst denn hier Freiheit?

Was heisst denn hier Freiheit?

Eine Antwort aus dem Stegreif von Ursula Renold Mit einem Anstoss von Blaise Pascal: Zitiert aus «Pensées» «Ich habe gefunden, dass alles Unglück der Menschen einzig davon kommt, dass sie unfähig sind, in Ruhe allein in ihrem Zimmer bleiben zu können.»

Francesco reist nach Verbania

Eigenartig, es gibt Bücher, die wollen nicht zu dir, und wenn sie mal bei dir sind, wollen sie nicht bleiben. Für meine Kleinstbesprechung hatte ich das Buch «Die nackten Inseln» von David Signer bestellt. Bis das Buch zu mir kam, hatte es schon eine kleine Odyssee hinter sich. Von einem

Vita brevis, libri perennes

Jede Liebhaberei trägt für Aussenstehende den Stempel einer gewissen Skurrilität. Dass der Umgang mit Büchern aber geradeswegs zum Wahnsinn führe, wie Erasmus von Rotterdam andeutete, ficht wahre Bücherfreunde nicht an. Sie beschäftigen sich mit alten Graphiken, Handschriften, seltenen Frühdrucken, Inkunabeln, Holzschnittbüchern, Kupferstichwerken, Faksimiledrucken, Logbüchern, Kladden oder Flugblättern und beweisen aller

Warten auf Jo

Unsicherheit nagt an ihm, aber der Starrsinn siegt. Er will vieles, aber er kann nur eines. Deshalb wird er warten. Weiter warten. Floyd hat so lange gewartet, warum sollte er das jetzt ändern: «Wie ein Wild, das nicht weiter kann, vor ihm eine Klippe, hinten die Flinten im Anschlag.» Vor

Immer schön von unten links nach oben rechts

Während die Zeitungen im Wirtschaftsteil zu verstehen versuchen, wer die Finanzkrise angerichtet hat, liefert die Lausanner Schriftstellerin und Filmemacherin Marie-Jeanne Urech eine grandios schräge Vision des Börsensturzes. Ihr Roman «Mein sehr lieber Herr Schönengel» – auf Französisch schon 2006 vor der Finanzkrise erschienen – schildert eine vordergründig absurde Welt, in der

Er will packen mit der Gewalt des Affects

«Eine Untersuchung über Wesen und Entstehung des Barockstils in Italien» lautet der Untertitel der erstmals 1888 erschienenen Studie «Renaissance und Barock», eines kunsthistorischen Klassikers aus der Feder des 1864 in Winterthur geborenen Heinrich Wölfflin. Der 1945 verstorbene Schüler Jacob Burckhardts lässt allerdings kaum einen Renaissancepalast, kaum eine Barockkirche ausserhalb der

Von Hunden, Nachthemden und den fünfziger Jahren

Da wird die ganze Zeit einfach so dahingeplappert. Eine Kinderstimme. Ein kleines Mädchen, das vieles von dem, was um sie herum passiert, zwar noch nicht verstehen kann und es dennoch mit grossen Ohren und offenen Augen wahrnimmt. Langsam ändern sich die Zeiten. Das Mädchen wird älter, spürt zuweilen schon ein

Tibet – Schweiz, nicht retour

Wollte man unter der Flut von deutschsprachigen Büchern über das Schicksal des chinesisch besetzten Tibet und seiner Menschen nur ein einziges auswählen, um auf umfassende Weise zu erfahren, was am Himalaja geschehen ist und noch geschieht, so müsste es «Exil Schweiz. Tibeter auf der Flucht» sein. Auf die Initiative einer

Editorial

Liebe Leser Der Euro galt bis vor kurzem als Erfolgsgeschichte. Wer Bedenken äusserte, wurde als Spielverderber hingestellt. Das hat sich geändert. Die Frage aber bleibt: Wie geht es nach dem Bailout Griechenlands weiter mit Europa? Der Ökonom Charles B. Blankart schreibt exklusiv über die Hintergründe des «Staatsstreichs aus Brüssel». Sein