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Cover: Tutti fratelli
April 2004

Ausgabe 932 - April 2004

Tutti fratelli: Das Internationale Komitee vom Roten Kreuz

Autoren dieser Ausgabe:

In dieser Ausgabe

Dossier

Ist Krieg im Menschen angelegt?

Über Aggression und ihre Kontrolle Die Eipo, ein Volksstamm aus dem Bergland Neuguineas, gehören weltweit zu den aggressivsten Kulturen, betrachtet man die hohe Wahrscheinlichkeit, mit der Männer und Frauen in gewaltvollen Auseinandersetzungen sterben.

Dunant, Dufour, Mynier

Schöpfer eines weltumspannenden Hilfs- und Vertragswerkes Henry Dunant, Guillaume-Henri Dufour, Gustave Moynier – dem Zusammenwirken und dem ebenso kühnen wie besonnenen Vorgehen dieser drei Genfer verdankt sich die Entstehung der Weltorganisation des Roten Kreuzes.

Für einen Millimeter Humanität

Das IKRK und der Krieg Die neuen Kriege mit ihren asymmetrischen Formen der Konfliktaustragung bedrohen nicht nur das Völkerrecht, sondern auch jene, die in seinem Schutze tätig sind. Die Arbeit der Delegierten ist anspruchsvoller und gefährlicher geworden.

Aktuelle Debatten

«Wirtschaftspartei», «Problempartei»?

Farbe bekennen, auch gegen den Strom Auch und gerade in schwierigen Zeiten müsste die FDP der Versuchung widerstehen, modische Argumentationsmuster zu übernehmen und dort Kompromisse zu machen, wo Grundsätzliches in Frage steht.

Gefährliche Reduktion

Zur «Israelisierung» amerikanischer Aussenpolitik Seit den Anschlägen vom 11. September neigen die USA stärker noch als vorher dazu, die eigenen Interessen in einer Weise wahrzunehmen, die eine bemerkenswerte perspektivische Verengung offenbart.

Genf, Sitz humanitärer Organisationen

Genf, Sitz humanitärer Organisationen

Genf ist einer der wichtigsten Standorte internationaler Regierungs- und Nichtregierungsorganisationen. Die Bedeutung des internationalen Genf im humanitären Bereich ist besonders gross. Weltweit tätige humanitäre Organisationen wie das Uno-Flüchtlingshochkommissariat oder das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) haben in Genf den Hauptsitz. Das IKRK, dessen Gründung am Anfang der Entwicklung

Weitere Beiträge

Switzerland’s Defence and Security Policy During the Cold War (1945-1973)

Die Buchproduktion englischer Sprache ist mit der Schweizer Geschichte des 20. Jahrhunderts in letzter Zeit nicht ausschliesslich erfreulich umgegangen. Um so beachtenswerter ist eine auf Englisch verfasste Doktorarbeit einer Auslandschweizerin über die Selbstbehauptung unseres Landes im Kalten Krieg. Denn die Schrift zeichnet sich durch eine leicht fassliche, überblickbare und insbesondere

Raymond Naef: «Grock – eine Wiederentdeckung des Clowns»

Nachdem Grock noch zu Lebzeiten seine Memoiren hatte schreiben lassen, ist jetzt ein neues, umfassendes und reich bebildertes Buch über den «König der Clowns» erschienen. Verfasst hat es ein Kenner mit persönlichem Bezug zu Grock, sein Grossneffe Raymond Naef. Respektvoll und begeistert, aber zugleich kritisch-objektiv zeichnet er das Bild

Peter Stadler: «Epochen der Schweizergeschichte»

Peter Stadlers «Epochen der Schweizergeschichte» mögen ohne anmassende Voreiligkeit als Teil seines Vermächtnisses angesehen werden; er selbst mutmasst, dass dieses Buch sein «letzter grösserer Beitrag zur Schweizergeschichte bleiben dürfte». Dieser ist fällig geworden nach der Demontage des tradierten Schweiz-Images, wie sie anlässlich der Siebenhundertjahrfeier und der Abstimmung zum Europäischen

Besessenheit nach gesammeltem Besitz

Philipp Blom hat Geschichten über Sammler gesammelt Die Leidenschaft des Sammelns lässt sich weit zurückverfolgen. Was sich im Lauf der Zeit verändert, sind Motive, Mittel und Modalitäten: hier ist die Vielfalt grenzenlos.

Unterwegs im Text

Christoph Geiser schreibt übers Reisen Christoph Geiser ist unterwegs – mit dem Ozeandampfer Richtung Amerika und mit der Sprache in Richtung einer Radikalität, die ihresgleichen in der neuen Schweizerliteratur sucht. Bekannte Diskurse werden spielerisch aufgebrochen, es wird frei assoziiert.

Verhindern statt mildern

Eveline Hasler veröffentlichte 1991 eine Biographie über Henry Dunant, Gründer des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz. Die Autorin porträtiert einen Pazifisten, der den Krieg nicht nur zivilisieren, sondern verhindern wollte – und letztlich scheiterte.

Begriffskrüppel? Alleszermalmer?

Drei neue Biographien zum 200. Todestag Kants In den nächsten Ausgaben folgen weitere Beiträge zu Kants Wirkung auf das philosophische und politische Denken der Gegenwart. An dieser Stelle gibt Ludger Lütkehaus einen Überblick über neue Biographien.

Leichenhaufen liegen auf den Höhen…

Henry Dunant, zitiert aus seinem Erlebnisbericht «Eine Erinnerung an Solferino», hrsg. vom Österreichischen Roten Kreuz, ins Deutsche übertragen von Richard Tüngel, Neuauflage nach einer Originalausgabe von 1862, Wien 1997, S. 9ff.

Gutes, made in Switzerland

«Tutti fratelli» wiederholen die Mädchen und Frauen von Castiglione immer wieder, als sie nach der Schlacht von Solferino, in der die Franzosen und Piemontesen über die Österreicher gesiegt haben, die verwundeten und sterbenden Soldaten beider Seiten pflegen. Von den mitleidigen Krankenschwestern, die «allen Soldaten, die ihnen völlig fremd sind, das

Aktuelles

Krankheit lohnt sich

Krankheit lohnt sich

Prävention wird kaum honoriert, Krankheit dagegen zuverlässig finanziert. Die Pflege-Unternehmerin Alessia Schrepfer erklärt, warum diese Fehlanreize Patienten und Pflegekräfte belasten – und weshalb das System von Grund auf neu gedacht werden muss.