Ausgabe 1075 - April 2020
Der berechenbare Mensch: Der berechenbare Mensch: Wie unser Handeln vorhersehbar wird.
In dieser Ausgabe
Schwerpunkt
Ich bin ein Genie, holt mich hier rein!
Die besten Mathe-Schüler von heute werden die Technologien von morgen erfinden. Die Schweiz täte gut daran, jetzt Talente aus Ostasien zu rekrutieren.
Error: Fachkraft nicht gefunden
Kleine und mittlere Unternehmen suchen händeringend nach Fachleuten. Weshalb können sie die offenen Stellen nicht besetzen? Erkenntnisse aus der Zentralschweiz.
«Heute habe ich eine Dampfmaschine gebaut»
Damit junge Frauen MINT-Studiengänge belegen und zu dringend gesuchten Fachkräften wie Ingenieurinnen werden, benötigt es mehr weibliche Vorbilder und ein Umdenken der Firmen.
Dossier
Sag mir, wo die Zukunft ist
Globalisierung und technischer Fortschritt ändern unsere Wahrnehmung der Zeit: Die Dimension der Zukunft geht verloren. Trotzdem oder gerade deshalb lohnt es sich, sie zu erforschen.
Eine kurze Geschichte der Zukunft
Über die Zukunft nachzudenken ist nichts Neues: Philosophen, Historiker und Dichter spekulieren seit Jahrtausenden über die Zukunft, ebenso wie die Neandertaler, als sie in den nächtlichen Sternenhimmel hinaufblickten. Aber es auf organisierte Weise zu tun und dabei systematisch Methoden anzuwenden, ohne Projektionen auf Religion, ein enges oder einzelnes Interesse oder
Das Erkennen der ewigen Gegenwart
Klassische Zukunftsforschung ist obsolet geworden. Denn: Big Data führt immer auch zu Big Narrative. Und damit zum Heute.
Der Welt beim Wachsen zuhören
In der Futuristik geht es nicht um den Blick in die Glaskugel, sondern um die Früherkennung des Wandels. Grosse Erfindungen gedeihen nur auf fruchtbarem Boden.
Homo Data: Wenn der Mensch vorhersehbar wird
Mittels massenhaft gesammelter Daten und künstlicher Intelligenz analysieren uns Tech-Konzerne und sagen unser Verhalten voraus. Sie gefährden damit das freiheitliche Men-schenbild, die Grundrechte und die Demokratie.
Verhaltenstips vom Versicherer
Schon heute versucht die Versicherungsbranche menschliches Verhalten vorherzusagen und Risiken zu antizipieren. Moderne Technologien und enorme Datenmengen können uns zu einer (noch) sichereren Zukunft verhelfen.
Der talentierte Herr Somary
Die Schweiz nannte vor 100 Jahren mal einen grossen Futurologen ihr Eigen: einen universell gebildeten, österreichischen Bankier. Eine Erinnerung.
Die Literatur hat es längst erahnt
Die Relation von Möglichkeitsraum und Wahrscheinlichkeitsraum: Weshalb Dichter oft die besseren Prognosen machen.
Archäologen, die uns erforschen
Wie gut beschreibt Science-Fiction die Zukunft? Der Versuch einer Antwort – in Form einer Science-Fiction-Geschichte.
Aktuelle Debatten
Haben Sie Umweltsünden zu verzollen?
Im Streben nach Klimaschutz und Nachhaltigkeit werden jetzt auch «Klimazölle» diskutiert. Was nach einer eleganten Lösung klingt, birgt einige Fallstricke.
Basler Liberale, vereinigt euch endlich!
Bürgerliche Parteien könnten mehr erreichen, wenn sie besser zusammenarbeiten würden, statt sich zu bekämpfen. Das gilt insbesondere für Basel-Stadt, wo sich drei liberale Parteien auf den Füssen herumstehen. Es ist Zeit für eine Fusion.
Die feine englische Avantgarde
Wer in Boris Johnson nur eine verwuschelte Kopie von Donald Trump sieht, könnte eine Überraschung erleben. Grossbritannien erfindet sich gerade wieder neu.
Geht in die Offensive!
Warum haben grün-rote Bewegungen Hochkonjunktur und der Liberalismus so wenig Charme? Es wird Zeit, den Gegner mit den eigenen Waffen zu schlagen.
Weitere Beiträge
Ein Glas Wein mit Matthias Gehring
Matthias Gehring / Swiss Licht AG, Niederbüren
In der Genetik gibt es keine Drittel
Wie sich die Zusammensetzung von Mischlingshunden berechnen lässt.
Die Herabnahme
Ein Urteil gegen einen galiläischen Prediger stellt Pontius Pilatus vor Probleme. Dessen Anhänger beginnen lautstark zu murren, es macht keinen Anschein, als ginge der Vorfall bald vergessen. Ein etwas anderer Bericht aus dem Jahr 33.
Editorial
«Jeder Mensch hat das Recht auf persönliche Freiheit, insbesondere auf körperliche und geistige Unversehrtheit und auf Bewegungsfreiheit.» Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft, Artikel 10, Absatz 2 Es sieht wie ein Staatsstreich aus: Die Parlamentssession wird auf Antrag der Verwaltungsdelegation abgebrochen, ein Abstimmungstermin abgesagt, die Armee mobilisiert, das Land lahmgelegt: Ausser Lebensmittelläden,