René Scheu
Geschäftsführer des Instituts für Schweizer Wirtschaftspolitik. Von 2007 bis 2015 wirkte er als Herausgeber und Chefredaktor des «Schweizer Monats». Heute ist er Verwaltungsrat der SMH Verlag AG.
Spass und jede Menge Geld
Xenia Tchoumitcheva tourt um die Welt, hält Leadership-Speeches, betreibt ein Webmagazin und ist Protagonistin ihrer eigenen Realityshow. Ein Gespräch mit der früheren «Monat»-Kolumnistin über Liberalismus, Denkstereotypen und ihr neues Leben als Verlegerin.
Scheiternde Elite
Der Zorn auf die politische und ökonomische Elite wächst mit der Krise. Von ihr wird erwartet, Verantwortung zu übernehmen – unabhängig von tatsächlicher Schuld. Martin Wolf über den Unterschied zwischen Opernstars und Hedge-Fonds-Managern.
Nicht Mitte, nicht links, nicht rechts
Vertreter der katholischen Kirche liebäugeln immer öfter mit Kapitalismuskritik, um sich dem Zeitgeist anzubiedern. Eine Vermischung der beiden Sphären Politik und Religion birgt indes Gefahren – und verkennt die theologische Pointe des Christentums. Eine kleine Streitschrift.
Wille, Glück und Napoleon
Die Herkunftserzählungen der heutigen Schweiz sind vielfältig, woher aber rühren sie? Was kommt heraus, wenn man sie in den zeitgenössischen politischen Diskurs übersetzt? Und: leidet die Eidgenossenschaft an einer Depression?
Wie wirkt die Geldpille?
Spendende Menschen sind glückliche Menschen. Wo endet das Eigeninteresse und wo beginnt die Weltverbesserung? Und was kommt heraus, wenn ein Grossunternehmer, ein Verhaltensökonom und ein Sozialinvestor nach Antworten auf diese Frage suchen?
Editorial
Während ich diese Zeilen schreibe, gönne ich mir einen Saperavi von Kakha Berishvili, einem Anarchisten-Winzer, der Laisserfaire-Weine von höchster Güte produziert (sein Motto: «Ich lasse die Natur für mich arbeiten»). Der Rotwein ist bloss eine Reminiszenz an das Land, das die «Monat»-Redaktion in seinen Bann zog: Georgien.
Guram, Sandro und Nodar
Ich habe Georgien bereist – und bin mit Taschen voller Geschichten zurückgekehrt. Die Personen, die ich kennengelernt habe, kamen mir vor wie Protagonisten eines Romans, dessen Titel lauten könnte: «Vom abenteuerlichen Leben moderner Bildungsbürger». Zuerst treffe ich Guram Sali. Unser einheimischer Fahrer ist in Tat und Wahrheit Lehrer, der an einer
Unser digitaler Schatten
Das Netz umgibt uns überall. Engt es uns aber mit Kontrolle ein oder bringt es uns durch Verknüpfung weiter? Beides, meint Sascha Lobo, denn Genialisches und Diabolisches liegen immer nah beieinander. Ein Blitzgespräch über Internetphänomene und die dunkle Seite von Mark Zuckerberg.
Abenteuer Georgien
Dieses Dossier ist die Dokumentation des bisher grössten Abenteuers der Redaktion. Serena Jung, Claudia Mäder und ich sind eingetaucht in eine unerhörte, alteuropäische, neuliberale und vielfältige Welt. Nach zehn Tagen mit nachhallenden Erlebnissen sind wir wieder aufgetaucht und haben das Gesehene, Gehörte und Geschmeckte verdichtet. Folgen Sie uns auf unserem
«Wir mussten improvisieren»
Er war einst Reiseführer und lehrte Philosophie. Im Gespräch führt der Präsident Georgiens durch die Geschichte des Melting Pots zwischen West und Ost. Und erklärt das eigentlich einfache Prinzip der guten Nachbarschaft – auch zum Problemnachbarn Russland.
Die Frauen und das Schach
Als ich mitten in Tbilisi das Gebäude der Georgischen Schachföderation betrete, fühle ich mich, als wäre ich in sowjetischen Zeiten gelandet: dunkle Räume, tonnenschwere Möbel, Stühle aus einer anderen Zeit. Natürlich kenne ich die Sowjetunion nur aus amerikanischen Filmen, aber wie ein Protagonist in einem Film komme ich mir auch
Der Reformer und die Bildung
Vato Lejava, CEO der Free University of Tbilisi, wartet am Eingang und führt mich durch die Räumlichkeiten seiner Hochschule am äusseren Rand der georgischen Haupt- stadt. Wo einst eine staatliche Lehranstalt untergebracht war, residiert seit 2007 eine private Universität, die bereits sämtliche nationalen Rankings anführt, von Recht über Computerwissenschaften bis
Georgisch, glücklich – und (fast) gesetzlos
Der Unternehmer und ehemalige georgische Landwirtschaftsminister Mikheil Svimonishvili weiss, was sein Land vorangebracht hat: Flat Tax, Rechtsstaat, Rückbau der Verwaltung – und fehlende Hygienevorschriften.
Anarcho-Winzer
Eine Begegnung der dritten Art – ein bekennender Weinliebhaber auf den Spuren von Georgiens wohl grösstem Kulturerbe: der traditionellen Weinproduktion in Amphoren.