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Waldbesitzer fordern Fairtrade

Der Holzpreis geht gerade durchs Dach. Doch bei den Schweizer Waldbesitzern ist die Preissteigerung bisher noch nicht angekommen.

Daniel Jung

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Satt grün ist der Wald derzeit. Auf dem Holzmarkt ist derzeit aber gerade nicht alles im grünen Bereich. Besonders beim Holz, das zum Bauen verwendet wird, hat sich die Marktsituation in letzter Zeit stark verändert: Nach einem kurzen Einbruch zu Beginn der Coronakrise im Frühling 2020 sind die Preise stark angestiegen. Natürlich ist die Situation je nach Holzprodukt unterschiedlich. Für gewisse verarbeitete Produkte, etwa verleimte Mehrschichtplatten, gibt es inzwischen aber lange Wartezeiten.

Die Gründe liegen vor allem bei der Nachfrage: Gemäss einer Medienmitteilung von Holzindustrie Schweiz ist der Haupttreiber der Immobilienboom in den USA. Aber auch die Nachfrage in China ist derzeit hoch, und der wichtige Lieferant Kanada hat seine Exporte in die USA reduziert. In Europa haben viele Heimwerker die Coronazeit dazu genutzt, Umbauten durchzuführen.

WaldSchweiz

Für Waldbesitzer wäre die Preiserhöhung an sich erfreulich. Wie nun aber der Verband der Waldeigentümer letzte Woche gemeldet hat, sind die Preiserhöhungen bisher auf dem Schweizer Holzmarkt noch nicht angekommen. Die Waldbesitzer fordern deshalb: «Der Wald braucht endlich wieder faire und marktgerechte Preise!» Die Preise auf dem Schweizer Markt seien nach wie vor unverhältnismässig tief und lägen oftmals unter den Holzerntepreisen (siehe Grafik). Nur durch eine Preissteigerung könne eine nachhaltige und wirtschaftliche Bewirtschaftung des Schweizer Waldes sichergestellt werden. (dj.)

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