Trotz Museumsgesellschaft nicht immer moralisch vollkommen
Thomas Ehrsam: «Silentium! Lesen und literarisches Leben in Zürich». Limmat: Zürich, 2009.
Thomas Ehrsam: «Silentium! Lesen und literarisches Leben in Zürich». Limmat: Zürich, 2009.
Das «reizlose Zurzach» verliess er schleunigst, und in Germersheim musste er «auf Stroh übernachten», was ihm durchaus nicht behagte – die erste grosse der zahlreichen Reisen des späteren Staatsmannes, Historikers, Publizisten und Kosmopoliten Johannes von Müller (1752–1809) begann 1769 eher unspektakulär und (ebenso zeittypisch wie zeitalterunabhängig) begleitet von väterlichen Mahnungen,
Was soll einer denken über diesen Briefwechsel? Nicht zu viel, wäre ein guter Ratschlag. Es führt zu nichts, wie meistens, wenn man versucht zu verstehen, was sich zwischen zwei Menschen zuträgt … «Werfen Sie Ihre Bücher & alles, was um Sie her liegt über den Haufen & kommen Sie!! Es wird
Christoph Simon: «ein pony in nachbars park, ein rennpferd in meinem». Zirl: Edition BAES, 2009.
Felix Philipp Ingold: «Gegengabe». Basel/Weil am Rhein: Urs Engeler Editor, 2009.
Rainer Stöckli versammelt in einer «Zirkumspektion» rund 100 Texte, die sich alle dem Säntis und dem Alpstein widmen. Sein Buch bezeugt eine erstaunliche Fülle einschlägiger Äusserungen, als Gedicht und Prosazitat, in Hochdeutsch und Mundart. Wiedergedrucktes findet sich neben bisher Unpubliziertem. Der Vielstimmigkeit entspricht, dass sich unter den Autoren grosse Namen
Salz ist eine «schöpferische Substanz» und lebt «in den Ritualen der Gastfreundschaft, auf den Opfertischen der Magier, im Denken der Philosophen und in den wuchernden Bildern der Dichter». Das schreibt Peter von Matt, und der Verlag zitiert es auf der Umschlagrückseite einer Studie, die der 1972 geborene, heute in Bern
«Wäre die Welt ein Buch, wären Bücher überflüssig.» Mit dieser kurzen Sentenz widerspricht Bruno Steiger der Ebenbildlichkeit von Realität und Literatur. Bücher widerspiegeln nicht die Welt, sie sind eine Welt – in der realen Welt, zugegeben, wie Steiger in einer Variante der obigen Sentenz nachschiebt: «Wäre die Welt, gäbe es keine
Die Kinder, wer kümmert sich um die Kinder… ja, es ist schon bewegend, was Michael Theurillat in seinem dritten Eschenbach-Krimi aufgreift, aber er verhebt sich gleich doppelt daran. Der Zürcher Kommissar ist auf der Fährte einer grossen Verschwörung rund um das Schicksal jenischer Kinder, die ihren Zigeunerfamilien bis in
Wolfgang Bortlik: «Fischer hat Durst». Zürich: Salis, 2009.
Lukas Hartmann: «Bis ans Ende der Meere. Die Reise des Malers John Webber mit Captain Cook». Zürich: Diogenes, 2009.
Zwei Vignetten aus dem in Arbeit befindlichen Band «Mare nostrum» von Perikles Monioudis
13 Bücher, vorgestellt in der einundzwanzigsten Folge der «Schweizer Autoren in Kurzkritik». Fortsetzung folgt.
Mit dem Schweizer Buchpreis 2009 wird Ilma Rakusa für ihr Buch «Mehr Meer» ausgezeichnet. In der Begründung lobt die Jury die sprachliche Schönheit ihrer Erinnerungsprosa. «Geschult im Umgang mit den grossen Lyrikern, die sie übersetzt, interpretiert und vermittelt, geschult auch durch die eigene lyrische Arbeit», habe sie eine Prosa geschaffen,