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Kolumne

Blick zurück – und nach vorne

In der Unübersichtlichkeit des Jahres 2012 vergessen wir leicht, wie ruhelos frühere Zeiten waren. Wie viel können wir von jenen lernen, die sich damals bemühten, die Dinge kritisch und klar zu sehen? Dieser Gedanke schoss mir immer wieder durch den Kopf, wenn ich mich mit der Geschichte der «Schweizer Monatshefte»

Ayn Rand, mein Idol

Ayn Rand liebte selbstzentrierte oder, wie man sagt, egoistische Menschen. Und viele lieben Ayn Rands Bücher. Sie fordern das gängige Denken heraus und rufen jeden dazu auf, sich seiner eigenen Denkkraft zu bedienen. Die aussergewöhnliche Sozialphilosophin verlangt darin eine Moral, die auf Verstand und Vernunft gründet. Darum stemmt sie sich

Sandy, die Medienkatastrophe

Sany, der «Frankensturm», fand – wie schon der Name sagt – in Europa statt. Genauer: in den deutschsprachigen Medien. Die höchsten Killerwellen schlug der verheerende Hurrikan in Online-Medien wie «Spiegel Online». Zugegeben: auch an Amerikas Ostküste hat der Sturm gewütet. 47 Menschen kamen im Bundesstaat New York laut Medienberichten ums Leben.

Malala

Malala

Sie sitzen auf weissen Plastikstühlen und warten. Jede hält ein Photo in den Händen, das durch eine Plastikhülle ­geschützt ist. Alle tragen die Schuluniform, einen blaukarierten Kamiz, eine weisse Hose sowie eine kurze Dupatta, die Haar und Schultern bedeckt. Von den Gesichtern ist kaum etwas zu ­sehen, ein paar Nasenspitzen,

Hanoi, Kulturschock

Meine Asientour ist in vollem Gange. Mag ja sein, dass sich die Metropolen der Welt immer mehr ähneln – ich leide bei der Ankunft in jeder asiatischen Stadt immer noch unter sogenannten «Kulturschocks»: Ich bin dauermüde, alles schmeckt anders und, ja, neu ist nicht immer gut. Bis vor kurzem steckte ich

Strategierat 21: Vorschläge und Vorgehen

Die Idee eines zivilen Strategierats für die Schweiz ist in Jobst Wagner lange gereift. Seine Vorschläge hat der Berner Unternehmer in der letzten Ausgabe dieses Magazins präsentiert. Letztlich geht es um die Beantwortung zweier simpler Fragen: Was ist die Schweiz heute? Und was will und könnte sie morgen sein? Wagner

Grenzen? Verschieben!

Wie oft mag Felix Baumgartner, der kürzlich als erster Mensch im freien Fall die Schallmauer durchbrach, folgende Sätze gehört haben: Das ist unmöglich! Du träumst! Das hat noch niemand geschafft! Und wie oft haben Sie diese Sätze schon gehört? Ich frage, weil die Folge dieser Dauerbeschallung aus nett gemeinten Ratschlägen

Gesetzesprävention statt Präventionsgesetz

Da hatte sich der Ständerat für einmal auf seine einst gerühmte Rolle als «Chambre de réflexion» besonnen. Und sich, statt als Gesetzgeber für Gesundheitsprävention zu amten, für die Prävention eines unnötigen Gesetzes entschieden. Das fiel ihm trotz allem schwer. Denn wer will sich heutzutage vorhalten lassen, ihm liege die Gesundheit

Ein Sakrileg

Ein Sakrileg

Mit spitzen Fingern halten sie das verhasste Tuch, derweil ein älterer Kollege es mit dem Feuerzeug in Brand setzt. Die Herren tragen dunklen Anzug, weisses Hemd und Krawatte. Ruhig stehen sie beieinander – wie beim Barbecue frühabends, wenn der Grill entzündet wird. Die Fahne hat man günstig gekauft, da das teure

Hamstern im Bundeshaus

Was haben finanzielle Entschädigungen der Parlamentarier, gescheiterte Referenden und parlamentarische Immunität miteinander zu tun? Für den aufmerksamen Beobachter sehr viel: Die Parlamentarier bedienen sich eigenmächtig aus der Bundeskasse, halten die Kontrolle des Stimmvolks mit schikanösen Referendumshürden auf Distanz, und wollte man sie noch rechtlich zur Verantwortung ziehen, würden sie sich

Sprache ist Heimat

Wie die Schweiz hat auch Singapur vier offizielle Landessprachen: Englisch, Mandarin, Malaiisch und Tamil. Die vier Sprachen sind das Abbild der multiethnischen Bevölkerung Singapurs. Neben mehreren Sprachvarianten wird auch ein chinesischer Dialekt namens Hokkien gesprochen. Ich bin neben dem Schweizerdeutschen vor allem mit und in diesem Dialekt aufgewachsen, es ist