Ausgabe 1061 - November 2018
Sicher, sicherer, am sichersten: Von falschen Ängsten, Paranoia und dem richtigen Umgang mit Risiken. Mit Beiträgen von Myriam Dunn Cavelty, Didier Sornette, David Bresch u.a.
In dieser Ausgabe
Schwerpunkt
Alles beim Alten
Der digitale Graben und der Verteilkampf um Rentengelder verschärfen den Konflikt zwischen den Generationen. Die bürgerlichen Parteien gehen davon unbeeindruckt in die Wahlen 2019.
«Aus der ‹chambre de réflexion› ist eine ‹chambre de coalition› geworden»
Die zunehmende Lust am öffentlichkeitswirksamen Polarisieren hemmt die Reformfähigkeit der Schweiz. Bei wechselnden Koalitionen ist von einem bürgerlichen Schulterschluss im Parlament wenig zu spüren. Was bedeutet das für die Parteien ein Jahr vor den Wahlen?
Wenn die Eins zur Null wird
Die schweizerischen Parteien setzen zwar vermehrt auf soziale Medien, um ihre Wähler zu erreichen. Gedanken über die Auswirkungen der Digitalisierung auf die eigenen politischen Grundwerte machen sie sich aber nicht. Das dürfte sich rächen.
Dossier
Online-Spezial: Schönes neues Risikomanagement
Unter dem Begriff «InsurTech» werden Start-ups zusammengefasst, die neue Technologien ins Risikomanagement und die Versicherungen einbringen.
Von weissen Haien und schwarzen Schwänen
Für die Beurteilung von Gefahren ist ein evolutionär altes Hirnteil zuständig, und Wahrscheinlichkeitsrechnung liegt den Menschen ohnehin nicht im Blut. Das führt oft zu falschen Einschätzungen.
Fehlerquelle Mensch
Risikoinformationsdefizite sind oft die Ursache von menschgemachten Katastrophen. Wie es dazu kommt, und was zu ändern wäre.
Wagnis Öffentlichkeit
Denken in der Öffentlichkeit erfordert Mut. Die Philosophin Hannah Arendt hat auf die Risiken des Sich-Exponierens hingewiesen, aber auch darauf, dass Nichtdenkende weit gefährlicher sind.
Der Cyber-GAU, der so nicht kommt
Das Narrativ potentieller Cyberkatastrophen hilft vor allem Staaten beim Aufbau entsprechender Kompetenzen. Das macht die Welt aber nicht sicherer.
Vorsicht Virus
Pandemien gelten heute als eines der grössten globalen Sicherheitsrisiken. Die Gesundheit als ein sicherheitsrelevantes Gut zu behandeln, hat allerdings ambivalente Folgen.
Aktuelle Debatten
Helden lassen sich helfen
Der moderne Manager muss sich neu erfinden. Zentral dabei: Wissen dezentralisieren und ein qualifiziertes Netzwerk aufbauen.
Ein Werkzeugkasten für die Migrationspolitik
Der Umgang mit Zuwanderung erfolgt immer noch mehrheitlich mit planwirtschaftlichen Instrumenten. Zeit, das zu ändern!
Weitere Beiträge
Blattkritik: René Lüchinger über die November-Ausgabe des «Schweizer Monats»
Die Ausgaben des «Schweizer Monats» werden jeweils von einem eingeladenen Gast beurteilt. Diesmal von René Lüchinger.
Editorial
«Ein gewarnter Mensch ist so viel wert wie zwei.» — Honoré de Balzac Als ich wach wurde, war der Himmel dunkler als vor dem Mittagsschläfchen. Das Mittelmeer lag schiefergrau und matt unterhalb der Nachbarhäuser, die Sonne schien nur schwach durch einen bräunlich-verhangenen Himmel – und es rieselte feine Aschepartikel. «Ein Waldbrand»
Bundesratsarithmetik
Wie müssen die beiden Neubundesräte aussehen, um eine angemessene Vertretung der Bevölkerung in der Regierung zu gewährleisten?
#HelvetiaRuft
Wir brauchen Frauen in der Politik. Nicht weil wir es besser können, sondern weil wir andere Prioritäten setzen.
Hinter den Fassaden
Fotojournalist Alex Kühni reiste nach Nordkorea und sah, was er sehen durfte: freigegebene Strassen, renovierte Häuserzeilen, ausgebildete Touristenführer.
Nacht des Monats mit Pema Wangyal
Pema Wangyal ist Mitglied der tibetisch-buddhistischen Klostergemeinschaft, die seit fünfzig Jahren im Tösstal angesiedelt ist.