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Dossier

Es geht auch ohne

Es ist unbestritten: Die Schweiz und ihre Banken haben jahrzehntelang gut gelebt von der Verwaltung ausländischer Privatvermögen. Das Geschäftsmodell war immens profitabel. Der typische ausländische Offshore-Kunde benötigte wenig Pflege, wünschte nie Korrespondenz und war weitgehend indifferent, was den Anlageerfolg auf seinem Vermögen betraf. Freilich waren die satten Profite nicht

Fuchs, nicht Igel

Der Fuchs weiss viele verschiedene Sachen, der Igel aber nur eine grosse.» In seinem berühmten Essay unterteilt der politische Philosoph Isaiah Berlin die Welt in zwei Denkertypen: den Fuchs und den Igel. Er unterstreicht die Tugenden des Fuchses, der schnell, intelligent und listig in der Welt unterwegs ist, während der

Digital und sozial

Im Zeichen der Digitalisierung vermischen sich physische und virtuelle Welten, ganze Geschäftsmodelle werden komplett umgekrempelt. Von diesen Umwälzungen bleibt auch die Finanzbranche nicht verschont, im Gegenteil: Die Veränderungen schlagen mit voller Wucht ein. Doch weder Politiker noch Standortförderer haben das Thema auf dem Radar. Die Schweiz befindet sich hinsichtlich neuer

Die Geschichte ist ein Asset

Steht die helvetische Bankenbranche nach dem Wegfall des Bankgeheimnisses vor einer Zäsur? Keineswegs. Nur im Nachhinein sieht alles rosig aus. Die Geschichte des Bankenplatzes ist geprägt durch Umbrüche. Daraus lässt sich Kraft schöpfen – für eine erfolgreiche Zukunft.

Ein Eid für Banker

Banker sind in ihrem Beruf auf das Vertrauen der Kunden und der Öffentlichkeit angewiesen, genauso wie die Ärzte. Während letztere in Umfragen über Vertrauenswürdigkeit stets gut abschneiden, finden sich die Finanzberater am unteren Ende der Rangliste, gerade noch vor den Politikern. So geht es nicht. Denn alle klassischen Bankgeschäfte sind

«Der Homo financiarius tickt ganz anders»

Mehr Prinzipien und weniger Regulierung, mehr persönliche Haftung und weniger Code of Conduct, mehr Markt und weniger Arbitrage auf Kosten anderer, mehr kleine Banken und keine grossen Casinos: Marc Chesney findet klare Worte. Ein (Streit-)Gespräch.

Der Kunde? Stets ignorant!

Wo endet der Anlegerschutz und beginnt die Bevormundung? Eine Lektüre der neuen EU-Richtlinien über Märkte für Finanzinstrumente zeigt: Die Schweiz sollte besser die Finger davon lassen.

Executive Summary

1. Der Bankenplatz Schweiz befindet sich im einschneidendsten Umbruch seit Jahrzehnten; angesagt sind Mut und Zuversicht, nicht die Verteidigung des Status quo. 2. Die Schweiz braucht keine bundesrätlich beschlossene Finanzmarktindustrie, sondern eine schlanke Rahmengesetzgebung, die den Bankinstituten unternehmerischen Freiraum bietet. 3. Die Finma, die die Banken beaufsichtigt, schafft mit Rundschreiben

Auftakt

Zwischen der Realität und ihrer Darstellung klafft ein immer grösserer Graben –neudeutsch: ein immer tieferer Gap. Während die meisten Medien über den ungezügelten Markt herziehen und Sozialabbau beklagen, nehmen marktwirtschaftliche Freiräume laufend ab und wächst der Wohlfahrtsstaat in einem fort, Jahr für Jahr. Der kritische Zeitgenosse ist geneigt zu fragen:

Seinen Weg gehen

Seinen Weg gehen

Wir pflegen die Rhetorik von Risiko und Eigeninitiative. Zugleich bauen wir täglich am goldenen Käfig: Totalbetreuung, Rundumabsicherung, Abwendung des Unvorhersehbaren. Wovor fürchten wir uns? Anregungen aus der Klosterzelle.