Brief an den Leser
Vorabveröffentlichung aus Hermann Burgers «Lokalbericht» / Schreibwettbewerb «Brief an den Autor»
Vorabveröffentlichung aus Hermann Burgers «Lokalbericht» / Schreibwettbewerb «Brief an den Autor»
Über den gebührenfinanzierten Rundfunk in der Schweiz wurde politisch schon immer wild debattiert. Noch nie in ihrer 85jährigen Geschichte war die SRG aber beim Bürger so umstritten wie heute. Das stellt der langjährige Medienjournalist Nick Lüthi fest, der mit je einem Text den Anfang und das Ende unseres Dossiers zur
Die SRG versteht es, das Beste aus zwei Welten zu vereinen: Sie gibt sich unternehmerisch, schluckt aber jedes Jahr 1,2 Milliarden Franken Gebührengelder. Aufkommende Kritik lächelt sie weg. Die Chancen sind gross, dass das auch weiterhin so bleibt.
Es gibt gute Gründe, ganze Organisationen wie SRG oder ARD öffentlich zu finanzieren, sagt Publizistikprofessor Otfried Jarren. Trotzdem denkt er über andere Modelle nach.
Im Schweizer Medienbetrieb zanken alle nur noch um öffentliche Gelder, die Privaten eingeschlossen. Weshalb wir den Geldfluss einschränken oder umlenken müssen, um die Debatte neu zu beleben.
Die SRG verhält sich oft wie ein Privatsender. Sie ist aber öffentlich finanziert. Deshalb braucht es eine klare Aufgabenstellung.
Statt Programme und Verbreitungskanäle zu fördern, sollte sich der Bund auf die Förderung von Inhalten konzentrieren, die Private nicht bereitstellen. Nur so gelingt es, den Rundfunkmarkt auf lange Frist technologisch flexibel und effizient zu halten.
Auch in Zukunft gibt es noch Platz für die SRG. Allerdings nicht als Sendeanstalt, sondern als Produzentin. Das wäre nicht nur den Privaten gegenüber fair, es würde auch zur Medienvielfalt beitragen.
Die gezielte Zusammenarbeit zwischen öffentlich und privat kann beiden Seiten nützen. In der Medienbranche bedrohen solche Public-Private-Partnerships (PPP) aber auch die Angebotsvielfalt und die Unabhängigkeit der Redaktionen. Welche Vorbehalte und Probleme gibt es? Und wie sind sie zu lösen?
Ein Disput zum Thema Konservatismus und Liberalismus.
In der Schweizer Eidgenossenschaft ist die politische Gemeinde die kleinste, dem Bürger nächste Einheit mit grosser Alltagsrelevanz. Sie ermöglicht unmittelbare Mitgestaltung. Doch über liberale Leitplanken und deren praktische Umsetzung wird hier wenig nachgedacht.
Geld drucken und Schulden machen: westliche Länder praktizieren heute ein ökonomisches Verhalten, das sie vor 50 Jahren Entwicklungsländern vorwarfen. Wohin führt das? Dambisa Moyo über Chinas Griff nach Rohstoffquellen, Afrikas Wachstumschancen und vier globale Szenarien.
Der Klimawandel ist ein Fakt. Aber das Übereinkommen von Paris ist die falsche Lösung.