Die Staatsmacht im Teller
Der Staat benutzt das Narrativ einer «Epidemie» von Übergewicht, um seinen Einfluss auszudehnen. Dabei liegt der Schlüssel zur guten Ernährung in der Eigenverantwortung mündiger Menschen.
«Die Lebensmittelindustrie muss Produkte mit weniger Zucker bereitstellen. Der Handel muss die Produkte ins Sortiment nehmen. Und der Konsument muss sie kaufen.» Michael Beer, Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV)
Der Staat benutzt das Narrativ einer «Epidemie» von Übergewicht, um seinen Einfluss auszudehnen. Dabei liegt der Schlüssel zur guten Ernährung in der Eigenverantwortung mündiger Menschen.
Bei der Zahl der Mahlzeiten und beim Verzehr von Gemüse, Nüssen oder Fetten haben sich die Ratschläge in den letzten Jahrzehnten gewandelt. Weiterhin gültig bleibt: Abwechslung tut gut.
Der Bund fördert die Produktion und den Verkauf von Zuckerrüben, Käse, Fleisch, Ölen, Weinen und Tabak. Und gibt dann nochmals Geld aus, um vor dem Konsum dieser Nahrungs- und Genussmittel zu warnen. Das ist nicht nur teuer, sondern auch unglaubwürdig.
Teil 1: Lebensmittelvorschriften. Erfahrungen von Produzenten.
Die Schweizer Bevölkerung konsumiert viel Zucker. Trotzdem ist Übergewicht im Vergleich zu anderen Ländern wenig verbreitet. Das spricht gegen drastische staatliche Eingriffe.
Teil 2: Lebensmittelvorschriften. Erfahrungen von Produzenten.
Zucker gerät zunehmend in Verruf. Ein Streitgespräch zwischen dem Geschäftsführer des einzigen Schweizer Zuckerproduzenten und einem staatlichen Ernährungsbeauftragten.
Gesundheitsbehörden drängen darauf, dass der Nutri-Score, ein plakatives Nährwertlabel für Lebensmittel, zum Obligatorium wird. Der Nutzen für den Konsumenten ist zweifelhaft.
Teil 3: Lebensmittelvorschriften. Erfahrungen von Produzenten.
Staaten passen ihre ernährungspolitischen Entscheidungen den Richtlinien der Weltgesundheitsorganisation an. Doch die wissenschaftlichen Grundlagen sind fragwürdig.
Teil 4: Lebensmittelvorschriften. Erfahrungen von Produzenten.