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Debatte

«Wo bleibt das persönliche Risiko?»

Sie sind einen rauhen Wind gewohnt. Sie packen an. Und sie sind für schwierige Zeiten gewappnet – jedenfalls in der Theorie: die Unternehmer. Wir führen die Debatte der letzten Ausgabe fort: Wie agiert ein Unternehmer in Krisenzeiten? Und was stört ihn an der Schweiz? Ein Praktiker denkt laut.

Weltrettung auf Pump

Unternehmerischer Erfolg ist die entscheidende Voraussetzung für Wohlstand. Doch Kredit-vergabe allein garantiert den Erfolg nicht. Eine Erwiderung auf das Dossier «Raus aus der Armut! – Mikrokredite» der letzten Ausgabe.

Ausgeträumt

Der Traum einer risikolosen Welt – Kapitalisten und Kapitalismuskritiker haben ihn gleichermassen geträumt. Nun schweigen die einen, und die anderen geben sich siegestrunken. Wo bleibt der Lerneffekt?

1/2 Der Flaschensammler

Der Unternehmer wird kontrovers bewertet: als innovativer Macher oder profitgieriger Opportunist. Zwei Perspektiven beleuchten diese Ambivalenz: Ulrich Bröckling kritisiert die Unternehmergesellschaft skeptisch, während Michael Wohlgemuth das Unternehmertum verteidigt.

Wozu Rettungspakete?

Wo aber Gefahr ist, wächst das Rettende auch, heisst es bei Hölderlin. Nur sind die gutgemeinten Rettungsmassnahmen oft schlimmer als die Gefahr selbst. In der aktuellen Finanzkrise tut vor allem eines not: Gelassenheit. Und Geduld.

Führen statt winken

Tritt Bundesrat Samuel Schmid zurück oder nicht? Schafft es Ueli Maurer in den Bundesrat oder nicht? Im parteipolitischen Theater ging vergessen: die Affäre Nef zeigt die Führungsschwäche des Bundesrats.

Irrationale Demokratie

Gerade in ökonomisch harten Zeiten zeigt sich: Demokratien begünstigen eigennützige Entscheidungen von Interessengruppen – weil ja die anderen die Kosten tragen. Das Problem ist, dass wir nur allzuoft selbst die anderen sind.

Von der Unentschlossenheit

Nichts ist so schlimm, dass man es unbedingt ändern müsste. So denkt der Unentschlossene. Ihn lähmt die Furcht vor dem Risiko und die Hoffnung, alles renke sich von selbst wieder ein.

Die grosse Illusion und der spekulative Geist

Die Spekulanten gelten als gierig, überheblich, verantwortungslos. Dabei blendet die Spekulationskritik jedoch aus: die Finanzkrise beruht auf der Illusion der risikolosen Spekulation. Mehr spekulativer Geist hätte allen Beteiligten gutgetan.