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Debatte

Was bei der Mindestlohndebatte vergessen geht

Nicht nur in der Schweiz ist der Mindestlohn ein heisses Eisen. In Deutschland und anderen EU-Ländern wird zurzeit eifrig darüber debattiert. Das Problem ist nur: Bei den Diskussionen werden viele Effekte einer solchen Politikmassnahme unter den Teppich gekehrt – mit schwerwiegenden Folgen.

Vertrauen ist gut, Kontrolle ist schlechter

Vertrauen ist gut, Kontrolle ist schlechter

Wer heute Macht erhalten und ausbauen will, braucht keine Gewehre mehr. Im Namen der Sicherheit kontrollieren Staaten die Kommunikation ihrer Bürger. Warum sind wir bereit, unsere Freiheit für vermeintlichen Schutz herzugeben?

Piketty zerpflücken

Piketty zerpflücken

«Capital in the Twenty-First Century» weckt primitive Instinkte und spaltet die Debatte ideologisch. Das zeugt von Denkfaulheit und verschleiert: Wohlfahrt durch Selfmade-Milliardäre ist zuverlässiger als eine Vermögenssteuer.

Wo ist die liberale Erzählung der Schweiz?

In der Politik bewegen sich die Bürger nicht auf einem «Marktplatz der Ideen», sondern vielmehr auf einem «Marktplatz der Geschichten». Es sind Narrative, sogenanntes «Storytelling», die den Menschen Politik emotional näherbringen. Keine noch so eindeutig datenbasierte Evidenz oder auch keine Auflistung von Vorschlägen ist so wirkmächtig wie eine gute Geschichte.

Brasilien und Fussball I

Bis das Alter seinen Tribut forderte, habe ich leidenschaftlich Fussball gespielt. Auch in Brasilien, bis vor kurzem, fast zehn Jahre lang. Eine Partie unter Freunden nennt sich da «pelada» («nackt») und ist terminologisch scharf von einer echten «partida de futebol» zu unterscheiden. Man trifft sich beispielsweise samstags um 10 Uhr

Brasilien und Fussball II

«Brasilianer werden ist schwierig, weil es eigentlich keine Brasilianer gibt.» Der Medienphilosoph Vilém Flusser, der 1939 vor den Nazis aus Prag nach London und später nach São Paulo floh, wo er bis 1971 lebte und lehrte, wusste zweifellos, wovon er sprach. Brasilien ist ein Durcheinander, eine portugiesisch-afrikanisch-indianisch-japanisch-

Die Energiefrage im Generationenvertrag

Am 18. Mai haben zwei Kantone über ihre Energiepolitik abgestimmt. Im Kanton Bern stand die sofortige Abschaltung des Kernkraftwerks Mühleberg zur Diskussion, im Kanton Neuchâtel ging es um die aktive Förderung von Windkraftanlagen. Im Zentrum der Diskussion steht stets die Frage der Nachhaltigkeit. Auch im Rahmen der Energiestrategie 2050 des

Grösser als wir

Die Wirtschaft befreit sich von stofflichen Ressourcen und nutzt Information als Rohstoff. Im Zeitalter von Big Data werden Datenberge zu Kapital. Algorithmen, die kaum jemand versteht, steuern diese Systeme. Wie können wir dagegen ankommen?

«Wende ins Nichts»

«Wende ins Nichts»

Marktwirtschaft – welche Marktwirtschaft? Eurorettung – welche Rettung? Energiewende – welche Wende? Hans-Werner Sinn stellt die geltenden Narrative in Frage. Ein offenes Gespräch über Ökoreligion, die EZB als «Bad Bank» – und die Probleme der nächsten Generation.

Leere Versprechen zum Vollgeld

Ist nach all den in den letzten Jahren erlebten Krisen, Tricksereien und Verfehlungen im Bankensektor eine risikofreie, stabile Geldordnung nicht ein erstrebenswertes Ziel? Eine solche hat sich die geplante Vollgeld-Initiative auf die Fahne geschrieben. Das Ziel soll dadurch realisiert werden, dass Geld in Zukunft nur noch durch den Staat

Ungleichheit im Menschenzoo

Ungleichheit im Menschenzoo

Wächst oder schwindet die Kluft zwischen Arm und Reich auf globaler Ebene? Hat die Rezession in Grossbritannien dazu geführt, dass Armut und Ungleichheit zugenommen haben? Und warum schneiden Schimpansen beim Beantworten dieser Fragen besser ab als Menschen?

Bedingungsloser Mumpitz?

Voraussichtlich 2015 oder 2016 wird die Schweiz darüber abstimmen, ob ein bedingungsloses Grundeinkommen (BGE) die heutigen Systeme der sozialen Sicherung ablösen soll. Um was geht es konkret? Der Staat soll jedem volljährigen Einwohner der Schweiz monatlich 2500 Franken, jedem minderjährigen (bzw. seinem Vormund) 625 Franken auszahlen. Die Transfers wären an

Freiheit, Friede, Frivolität?

Freiheit, Friede, Frivolität?

Mario Vargas Llosa, einer der weltweit einflussreichsten liberalen Intellektuellen, diskutiert mit Gilles Lipovetsky über das Verschwinden der Hochkultur im Kapitalismus und Sinnleere in der Spektakelgesellschaft. Er muss sich dabei unerwartete Kritik gefallen lassen.