zum Inhalt

Aktuelles

Leserbrief zu «Fehlkonzept Rechtschreibreform»

Das Dossier zur Rechtschreibreform in der Novemberausgabe 2003 der «Schweizer Monatshefte» löste grosses Echo aus. Die Redaktion verfolgt das Thema weiter und veröffentlicht vier kritische Leserzuschriften. Stefan Stirnemann wird die «Sprachverwirrung» in kommenden Ausgaben kommentierend begleiten.

Komplexe Phänomene sind nicht zu steuern

Die Rechtschreibreform hat auch nach sieben Jahren noch keine allgemeine Akzeptanz bei ihren Nutzern gefunden. Seit ihrer Einführung finden laufend kleine Reförmchen in Form von Änderungen und «Verbesserungen» statt. Anpassungen der Rechtschreibung sind an sich nichts Neues; es gab sie in den Jahren vor der bürokratischen Rechtschreibreform ständig. Der Duden

Die Folgen für die Praxis sind verheerend

Im Dossier «Fehlkonzept Rechtschreibreform» —wurde – in dieser Gründlichkeit hierzulande zum ersten Mal – aufgezeigt, welches Unheil die mit allerlei Winkelzügen ewigmorgiger Reformer durchgesetzte Reform angerichtet hat. Die im Druck- und Verlagswesen Tätigen – also die Hauptbetroffenen – wurden bei der Erarbeitung der Reform geflissentlich ferngehalten und alle ihre Warnungen in den Wind geschlagen.

Benachteiligung rechtschreibschwacher Schüler

Die Repolitisierung der Debatte, wie sie Heide -Kuhl-mann in ihrem Artikel in der Novemberausgabe der «Schweizer Monatshefte» beschreibt, ist paradoxerweise notwendig, damit die verantwortlichen Politiker dieses Sachthema überhaupt wieder einer sachlichen (im Gegensatz zu: politischen) Betrachtung unterziehen. Hilfreich sollte dabei das Argument sein, daß die ideologisch motivierten Ziele der

Wo bleibt die Fähigkeit, Fehler zu berichtigen?

Erfreulich und beruhigend ist es, daß die Verursacher und Betreiber des Dauerskandals «Rechtschreibreform» die kritische Öffentlichkeit noch nicht völlig kaltgestellt haben und daß sie immer wieder ihr Vergehen gegen Sprachkultur und Leser vorgehalten bekommen. Indes selbst aus so etwas Mißglücktem wie der «Rechtschreibreform» kann man zumindest Erkenntnisgewinn ziehen. Erstens ist

Konstanten der Schweizer Politik?

Ein Heft über die Zukunft der Demokratie, das mit Denkverboten von Franz Muheim eingeleitet wird! Wenn es nicht zum Weinen wäre, könnte man darüber sogar lachen. Denn wie könnte man das neue helvetische Malaise trefflicher karikieren? Bei näherem Hinsehen erweisen sich nämlich die angeblichen Konstanten der Schweizer Politik als nostalgische

Konstanten der Schweizer Politik

Konstanten der Schweizer Politik

Wer heute beispielsweise ein Berufsparlament postuliert, ein System «von Regierung und Opposition» anstrebt, oder die Direkte Demokratie als Störfaktor einer sogenannten «zielstrebigen Staatsführung» anficht, tut dies in Missachtung von vier Konstanten, die die Identität unseres Regierungssystems bestimmen. Das Milizprinzip geht davon aus, dass die Mitglieder der Eidgenössischen Räte neben der