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Aktuelles

Leichenhaufen liegen auf den Höhen…

Henry Dunant, zitiert aus seinem Erlebnisbericht «Eine Erinnerung an Solferino», hrsg. vom Österreichischen Roten Kreuz, ins Deutsche übertragen von Richard Tüngel, Neuauflage nach einer Originalausgabe von 1862, Wien 1997, S. 9ff.

Begriffskrüppel? Alleszermalmer?

Drei neue Biographien zum 200. Todestag Kants In den nächsten Ausgaben folgen weitere Beiträge zu Kants Wirkung auf das philosophische und politische Denken der Gegenwart. An dieser Stelle gibt Ludger Lütkehaus einen Überblick über neue Biographien.

Verhindern statt mildern

Eveline Hasler veröffentlichte 1991 eine Biographie über Henry Dunant, Gründer des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz. Die Autorin porträtiert einen Pazifisten, der den Krieg nicht nur zivilisieren, sondern verhindern wollte – und letztlich scheiterte.

Unterwegs im Text

Christoph Geiser schreibt übers Reisen Christoph Geiser ist unterwegs – mit dem Ozeandampfer Richtung Amerika und mit der Sprache in Richtung einer Radikalität, die ihresgleichen in der neuen Schweizerliteratur sucht. Bekannte Diskurse werden spielerisch aufgebrochen, es wird frei assoziiert.

Besessenheit nach gesammeltem Besitz

Philipp Blom hat Geschichten über Sammler gesammelt Die Leidenschaft des Sammelns lässt sich weit zurückverfolgen. Was sich im Lauf der Zeit verändert, sind Motive, Mittel und Modalitäten: hier ist die Vielfalt grenzenlos.

Peter Stadler: «Epochen der Schweizergeschichte»

Peter Stadlers «Epochen der Schweizergeschichte» mögen ohne anmassende Voreiligkeit als Teil seines Vermächtnisses angesehen werden; er selbst mutmasst, dass dieses Buch sein «letzter grösserer Beitrag zur Schweizergeschichte bleiben dürfte». Dieser ist fällig geworden nach der Demontage des tradierten Schweiz-Images, wie sie anlässlich der Siebenhundertjahrfeier und der Abstimmung zum Europäischen

Raymond Naef: «Grock – eine Wiederentdeckung des Clowns»

Nachdem Grock noch zu Lebzeiten seine Memoiren hatte schreiben lassen, ist jetzt ein neues, umfassendes und reich bebildertes Buch über den «König der Clowns» erschienen. Verfasst hat es ein Kenner mit persönlichem Bezug zu Grock, sein Grossneffe Raymond Naef. Respektvoll und begeistert, aber zugleich kritisch-objektiv zeichnet er das Bild

Switzerland’s Defence and Security Policy During the Cold War (1945-1973)

Die Buchproduktion englischer Sprache ist mit der Schweizer Geschichte des 20. Jahrhunderts in letzter Zeit nicht ausschliesslich erfreulich umgegangen. Um so beachtenswerter ist eine auf Englisch verfasste Doktorarbeit einer Auslandschweizerin über die Selbstbehauptung unseres Landes im Kalten Krieg. Denn die Schrift zeichnet sich durch eine leicht fassliche, überblickbare und insbesondere

«Seid einig – einig – einig –»

Es ist kein Zufall, dass die politische Konkordanz, als «Übereinstimmung der Herzen», zum eigentlichen Staatsmythos der Schweiz geworden ist und über alle Schwierigkeiten der Konsensbildung hinwegtrösten soll. Der sterbende Adlige Attinghausen beschwört in Schillers «Tell» die Einigkeit, jene Ressource, die immer dann am knappsten ist, wenn das Alte gestürzt wird

Grundkonsens als Basis wechselnder Koalitionen

Grundkonsens als Basis wechselnder Koalitionen

Das politische System der Schweiz baut auf Konkordanz. Politische Entscheide werden in einem komplizierten Verfahren so vorbereitet, dass möglichst viele Beteiligte möglichst früh damit vertraut gemacht und ihre Anliegen berücksichtigt werden. Politische Gruppierungen wurden in der 150jährigen Geschichte unseres Bundesstaates denn auch sukzessive und folgerichtig in die politischen Institutionen – bis