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Aktuelles

An die Leser

Die Schweiz besteht aus 26 Kantonen. Letztes Jahr haben wir mit dem Kanton Aargau begonnen, sie vorzustellen, nun ist das Appenzellerland an der Reihe, der Heimatkanton unseres Mitherausgebers Robert Nef. Während 15 Jahren hat Robert Nef als Redaktor die Bereiche Politik und Wirtschaft betreut; mit diesem Dossier verabschiedet er sich

Mer sönd halt Appezeller

Mer sönd halt Appezeller

Die Mobilität der Bevölkerung hat zwar zugenommen. Wir wachsen aber dennoch für gewöhnlich in der dörflichen oder städtischen Umgebung eines Kantons auf; diese prägt uns ein Stück weit, und wir fragen kaum nach anderen Wurzeln. Wir werden zu Urnern, Genfern, Tessinern. So bin ich ein Ausserrhoder geworden, geboren 1942 zu

Der Kampf um die Unversehrtheit des Balls

Bald geht’s los. Die EM-Vorfreude steigt – und mit ihr die Lautstärke der kritischen Stimmen. Die Kulturkritik der Fussballnörgler kommt freilich einem intellektuellen Eigentor gleich. Warum der Fussballsport intelligenter ist als seine Gegner

Achtung Gefahr!

Ist Angst die Grundbefindlichkeit der Gegenwart? Jedenfalls scheint das Sicher-heitsbedürfnis in westlichen Gesellschaften unersättlich zu sein. Das Problem dabei ist nur, dass es ständig neue Unsicherheit erzeugt.

(9) Erlebtes Appenzellerland

Urnäsch A.Rh. verwirklichte mit der Schweizer Reisekasse ein Feriendorf, das ursprünglich als regionale Wirtschaftsförderung gedacht war. Es entwickelte sich zum erfolgreichen Modell für moderne Feriensiedlungen im ländlichen Raum – die Perspektive des Gemeindepräsidenten.

(10) Das «Häämetli» als Urzelle der Gemeinschaft

Während es andernorts zu zünftisch und gewerkschaftlich immer stärker regulierten und damit krisenanfälligeren Formen der Arbeitsteilung kam, haben sich die nonzentralen Strukturen des Appenzellerlandes als erstaunlich robust erwiesen. Sie sind kein Relikt, sondern weisen in die Zukunft.

An die Leser

Die wirtschaftliche Lage ist angespannt, es herrscht Krisenstimmung. Gelassenheit und nicht Hysterie ist in solchen Situationen die einzig vernünftige Haltung. Dass die auf Aktualität fixierten Medien damit nicht viel anfangen können, versteht sich von selbst. Viele Tages- und Wochenzeitungen stimmen das alte Lied der Kapitalismuskritik an. Ewiggestrige, mitunter vulgärmarxistische Verschwörungstheorien

Philipp II meets Coca Cola

Philipp II meets Coca Cola

Mit einer Schreibklause in Ibiza, einer Biofarm in Argentinien, dem Software-Wahnsinn im Silicon Valley und einer Filmproduktion in Los Angeles bin ich recht eigentlich ein Wanderzirkus, und trotzdem das Gegenteil von globalisiert, da alle Projekte aus der Beziehung zu Freunden entstehen. Globalisierung ist immer Anonymisierung und kapitale, möglichst weltweite

In der Mitte des realen Liberalismus

Kritik am Liberalismus ist schön und gut, doch nicht, wenn sie mehr Utopismus enthält, als ihr bekommt. Eine kritische Entgegnung auf einen Beitrag von Slavoj Žižek in unserer letzten Ausgabe.

Mein 68

Nostalgiker und Kritiker von «1968» haben eines gemeinsam: sie überschätzen jene aufregenden Sommertage.

Auf der Flucht

Als «Steuersünder» und «Steuerflüchtlinge» werden Menschen bezeichnet, die ihr Geld vor dem Fiskus in Sicherheit bringen. Die politische Rhetorik zielt auf moralische Verunglimpfung. Warum nicht illegitim sein muss, was nicht legal ist.