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Aktuelles

Im Maghreb mit Poesie

Das Fremde ist Material; es fordert Aneignung heraus und gleichzeitig Abstandnehmen. «Wieso ist hier Afrika» fragt eines der Gedichte in Ivo Ledergerbers Lyrikband «Aus dem Maghreb» – eines der Gedichte, die alles in allem wenig Aufhebens von sich machen, aber langsam, ganz langsam in den Leser eingehen. (Die hier ebenfalls gebotene

Im Fan-Shop mit Groupies

Alexis Schwarzenbach: «Auf der Schwelle des Fremden. Das Leben der Annemarie Schwarzenbach». München: Rolf Heyne, 2008. Dominique-Laure Miermont: «Annemarie Schwarzenbach. Eine beflügelte Ungeduld». Aus dem Französischen von Susanne Wittek. Zürich: Ammann, 2008.

Kein Lob der Kleinheit

Wir Schweizer neigen dazu, die Kleinheit durch die rosarote Brille zu sehen. Das helvetische Geheimnis liegt freilich woanders – nämlich in Gestaltungsprinzipien wie Föderalismus und Subsidiarität.

Vom Hochmut

Wer unverdient Erfolg hat, wird schnell hochmütig. Er duldet niemanden unter sich. Gegen Zweifel ist er immun. Er ist sein eigener Gott.

(0) Auftakt

«Herkunft aber bleibt stets Zukunft» – so Martin Heidegger. Doch genügt der Stolz auf die Herkunft, um stets auch Zukunft zu haben? Die beiden Appenzell, Innerhoden und Ausserrhoden, sind – jedes in seiner Weise – traditionsbewusst. Heimat wird in beiden Gemeinschaften nicht «im Blick zurück» erlebt, sondern im behutsamen Umgang mit dem Neuen.

(1) Konkurrenz und Kooperation

Sie sind jeder mehr als halb und doch nicht ganz: Appenzell Ausserrhoden und Innerrhoden. Wenn sich zwei Schwesterkantone zu ähnlich sehen, versuchen beide, anders zu sein als der andere. Das gelingt ihnen nicht immer. Zum Glück.

(2) «Wir haben einen Sympathiebonus»

Robert Nef und Marianne Kleiner diskutieren über Appenzellerland. Aussen wirkt die Region traditionell, doch kleine Gemeinschaften überleben nur durch Anpassung an neue Situationen, ohne ihre Eigenheiten zu verlieren. Ein Gedankenaustausch zweier Appenzeller über ihre Heimat.

(3) Wie die Kleinen die Grossen überholen

Die Kleinkantone nutzen ihre Chance. Mit attraktiven steuerlichen Rahmenbedingungen locken sie neue Unternehmen, kurbeln das Wirtschaftswachstum an und stoppen die Abwanderung. Die grossen Kantone müssen aufpassen, dass sie nicht ins Hintertreffen geraten.

(4) Der Riss zwischen Alltag und Brauchtum

Traditionen sind den Appenzellern lieb, und darum möchten sie ihre Bräuche für alle Ewigkeit bewahren. Trotzdem hat sich das Brauchtum im Lauf der Zeit gewandelt. Auch wenn die Werbewirksamkeit überlieferter Rituale und Trachten punktuell ausgenützt wird, ist es noch nicht zum Schaulaufen verkommen.

(5) Appenzellermusik zwischen Tradition und Innovation

«Das Feuer, nicht die Asche bewahren» ist der Leitsatz des Zentrums für Appenzellische Volksmusik. In der Appenzellermusik prallen heute experimentelle Stücke, die Suche nach neuen Wegen und aller- hand Fantasien auf Traditionelles: ein Schmelztiegel, der das Musizieren belebt.

(6) Von der freien Kunst des Heilens

«Die freie Heiltätigkeit ist gewährleistet» – mit diesem Passus der geltenden Kantonsverfassung bekennt sich Appenzell Ausserrhoden zu einer liberalen Tradition, die bis vor kurzem noch in der Schweiz als Kuriosum und Relikt galt.

(7) Die Zellweger und das Wirtschaftswunder

Appenzell Ausserrhoden stand lange im Schatten St. Gallens. Im 18. Jahrhundert übernahmen die Appenzeller die Textilproduktion. Die Zellweger-Familie war die führende Kaufmannsfamilie und prägte über Generationen die schweizerische Wirtschaftsgeschichte.