Kein Ausweg aus der Nichtsangst
Jürg Amann: «Nichtsangst. Fragmente auf Tod und Leben». Innsbruck/Wien: Haymon, 2008.
Jürg Amann: «Nichtsangst. Fragmente auf Tod und Leben». Innsbruck/Wien: Haymon, 2008.
12 Bücher, vorgestellt in der vierzehnten Folge der «Schweizer Literatur in Kurzkritik». Fortsetzung folgt.
«Alle glücklichen Familien ähneln einander; jede unglückliche Familie ist auf ihre eigene Weise unglücklich», schreibt Leo Tolstoi in «Anna Karenina». Auch unterstützt werden müssen diese unglücklichen Familien jede auf eigene Weise. Doch von wem? Und wie? Und ab welchem Punkt darf nicht länger gezögert werden? Finger weg! – so lang wie
Wo aber Gefahr ist, wächst das Rettende auch, heisst es bei Hölderlin. Nur sind die gutgemeinten Rettungsmassnahmen oft schlimmer als die Gefahr selbst. In der aktuellen Finanzkrise tut vor allem eines not: Gelassenheit. Und Geduld.
Wenn es um Hanf geht, sind die Sinne oft getrübt – nicht nur die Sinne der Kiffer. Ein Nachtrag zur Abstimmung.
Tritt Bundesrat Samuel Schmid zurück oder nicht? Schafft es Ueli Maurer in den Bundesrat oder nicht? Im parteipolitischen Theater ging vergessen: die Affäre Nef zeigt die Führungsschwäche des Bundesrats.
Gerade in ökonomisch harten Zeiten zeigt sich: Demokratien begünstigen eigennützige Entscheidungen von Interessengruppen – weil ja die anderen die Kosten tragen. Das Problem ist, dass wir nur allzuoft selbst die anderen sind.
Teil III: Warum es nicht gut ist, Anreize durch gute Absichten zu ersetzen
Nichts ist so schlimm, dass man es unbedingt ändern müsste. So denkt der Unentschlossene. Ihn lähmt die Furcht vor dem Risiko und die Hoffnung, alles renke sich von selbst wieder ein.
Sein Vater hat ihn gesiezt. Im ersten Teil unserer Interview-Reihe berichtet Anthony de Jasay von seiner Kindheit in Ungarn.
«Das ist privat» ist eine häufige Antwort, wenn es um familiäre Fragen geht. Doch wieweit soll das gelten? Wenn hinter geschlossenen Haustüren Familienangehörige misshandelt, Kinder bis zum Hungertod vernachlässigt, Frauen vergewaltigt und demente Verwandte an ihren Betten festgebunden werden, dann muss die Gesellschaft, muss der Staat einspringen. Doch wenn wir
Mit ausufernden Präventionsmassnahmen nimmt der Staat Einfluss auf eine unbotmässige Jugend und damit auch auf die Familien. Ziel ist der sozialverträgliche Staatsbürger. Die unangenehme Nebenwirkung: je grösser der Anpassungsdruck, desto häufiger kommt es zu Störfällen.
Was wäre, wenn alle Gleichstellungsbüros geschlossen würden? Den Frauen ginge es nicht unbedingt schlechter – im Gegenteil. Bericht über eine merk-würdige Gleichstellungspolitik.
Wir brauchen Kinder. Deshalb braucht es eine Familienpolitik – wenn auch eine andere als die, die wir kennen.