Ausgabe Q 1118 – Juni 2025
Europäische Union: Die Kontrollwut stösst an ihre Grenzen
In dieser Ausgabe
Schwerpunkt
Gefangen im ideologischen Patt
Die Grundlagen von Europas einzigartiger Kultur, Wohlstand und Sicherheit werden kontinuierlich unterminiert. Nicht etwa durch russische Hacker, chinesische Elektroautos oder amerikanische Zölle, – sondern von uns Europäern selbst.
Mehr Integration führt nicht zu weniger Konflikt
Die Europhilen drängen ständig auf mehr Zentralisierung. Doch in ihrem Bestreben, den Nationalismus zu überwinden, reproduzieren sie dessen Gefahren.
Um wettbewerbsfähiger zu werden, muss Europa das Scheitern erleichtern
Der alte Kontinent ist zu wenig wettbewerbsfähig. Ein wichtiger Grund sind die restriktiven Arbeitsgesetze, die innovative Unternehmer abschrecken.
Es braucht eine europäische «Koalition der Willigen»
Die Trump-Regierung zieht sich aus Europa zurück. Die EU-Staaten müssen nun endlich aufrüsten – nicht nur, um der Ukraine zu helfen, sondern auch, um sich selber verteidigen zu können.
Die EU muss europäisch werden, sonst wird sie scheitern
Es ist grotesk: Nie waren sich die Völker Europas näher. Zugleich ist das institutionalisierte Europa in einer tiefen Krise.
Weniger statt mehr Europa
Ein Plädoyer für ein schlankeres und effizienteres «Europa à la carte».
Diese EU ist undemokratisch, und sie schadet Europa
Eine friedliche Zusammenarbeit europäischer Nationalstaaten ist unverzichtbar. Doch die Entscheidungsprozesse der Europäischen Union haben sich zu weit entfernt von der Kontrolle durch die Bürger.
Meine Vision: Subsidiär, regional, neutral und sozial
Die EU-Staaten haben nach Dekaden einer missbräuchlichen Beziehung mit den USA den Frieden verspielt. Sie sind daher nicht würdig, das Europa des 21. Jahrhunderts zu begründen.
Subventionen für alle
Die EU versinkt in Schulden, gibt aber Geld aus wie ein Weltmeister. Auch die Mitgliedsländer leben über ihren Verhältnissen.
Ein einiges Europa braucht eine gemeinsame Seele
Die EU ist nicht der erste Versuch, den Kontinent unter einem gemeinsamen Dach zu vereinigen. Sie scheint aber die Lektionen der Vergangenheit vergessen zu haben.
Neue Subventionen für Absurdistan
Wenn Brüssel Geld verteilt, bleiben Effizienz und Vernunft oft auf der Strecke. Ein Streifzug durch das Kuriositätenkabinett der EU-Subventionen.
«Der Kampf gegen Desinformation ist eine Methode, kritische und unliebsame Äusserungen bekämpfen zu können»
In der EU gebe es zu viel legale Korruption, sagt Europaparlamentarier Martin Sonneborn. Der Schweiz empfiehlt er keine engere Anbindung.
Der politische Moment Europas
Die Verteidigung obliegt den Nationalstaaten, das Normieren von Plastikflaschendeckeln ist Sache der Union. Die EU hat ein historisches kleines Zeitfenster, diese absurde Arbeitsteilung vom Kopf auf die Füsse zu stellen.
Verloren im Brüsseler Kosmos
In der EU-Hauptstadt leben Beamte, Amtsträger und Lobbyisten in ihrer eigenen Welt. Doch die Abkapselung von der Realität stösst an ihre Grenzen.
Zwischen Expansion und Schuldenlast
Steigende Ausgaben bei stagnierenden Einnahmen – eine Rückschau auf die bisherige Haushaltspolitik der EU.
Die Euro-Einheitsgrösse ist zum Scheitern verurteilt
Die Probleme der Währungsunion resultieren aus den Mängeln in ihrer Konzeption. Und diese lassen sich nun nicht mehr verbergen.
Die Apokalypse der EU ist da – nur ein Rückbau kann Europa noch retten
Die postnationale Utopie der EU ist gescheitert. Die Frage ist nur noch, wie sie endet: in einer Rückbesinnung auf die Nation oder in einem autoritären Superstaat?
Der Regulierungswut kommt man besser nicht zu nahe
Die EU gefährdet unsere innovationsfreundlichen Rahmenbedingungen mit immer mehr Regeln. Das wirkt sich bereits heute negativ auf Schweizer Unternehmen mit engen EU-Verbindungen aus.
Ostmitteleuropa ist ein Bollwerk des Realitätssinns
Westeuropa behandelt den Osten oft herablassend und bevormundend. Dabei zeigen gerade die Ostmitteleuropäer, wie man Probleme richtig anpackt. Eine Ehrenrettung.
Strukturelle Nachteile können mit Agilität ausgeglichen werden
Was der Kleinstaat Schweiz vom Kleinststaat Liechtenstein im Umgang mit der EU lernen kann.
Wie ein getrenntes Ehepaar, das noch für die gemeinsamen Kinder sorgen muss: Eine kurze Geschichte der schweizerisch-europäischen Hassliebe
Die EU und die Schweiz können nicht wirklich miteinander, aber auch nicht ohneeinander. Die Geschichte einer komplizierten Beziehung.
Die EU droht zum Museum zu werden – sie sollte sich die Schweiz zum Vorbild nehmen
Die EU ist wirtschaftlich und militärisch schwach. Sie braucht dringend mehr Dezentralisierung und Wettbewerb.
The Euro’s one-size-fits-all model doesn’t fit
The monetary union’s problems result from the deficiencies in its conception. And they now become impossible to hide.
Europe needs a «coalition of the willing»
The Trump administration is pulling out of Europe. The EU countries must now finally rearm – not only to help Ukraine, but also to defend themselves.
L’échec coûte trop cher en Europe
Le continent n’est pas assez compétitif. Une des raisons principales, c’est un droit du travail en général trop strict qui prive les entrepreneurs innovants de la capacité de rebondir rapidement.
More unity doesn’t mean less conflict
Europhiles are constantly pushing for more centralisation. However, in their drive to overcome nationalism, they recreate its dangers.
Europe at a Crossroads
The case for a more unified continent using a Swiss lite architecture.
Brüssels Protektionismus ist ein Verrat an den eigenen Werten
Die EU wurde auf den Grundsätzen der freien Marktwirtschaft gegründet. Heute ist sie zu einem der grössten Hindernisse für ebendiese geworden. Und der Fisch stinkt vom Kopf her.
Brussels’ protectionism is betraying its own core values
The EU was founded on the principles of free markets. Today, it is a major factor in hindering it. And the fish rots from the head.
«Gute Beziehungen sind zentral, gerade weil wir der EU nicht beitreten möchten»
Für Economiesuisse-Direktorin Monika Rühl ist das Vertragspaket mit der EU die logische Fortsetzung des erfolgreichen bilateralen Wegs. Die Ökonomin Alexandra Janssen hingegen sieht die direkte Demokratie und die Standortattraktivität der Schweiz in Gefahr.
Dossier
Weit über das Ziel hinausgeschossen
Die Massnahmen der Regierung haben unverhältnismässig hohe Kosten ausgelöst. Intensivbetten waren zu keinem Zeitpunkt Mangelware.
Es gab zu viele Einschränkungen
Die Coronakrise hat die Gesellschaft tief gespalten. Um für künftige Pandemien gewappnet zu sein, muss sie aufgearbeitet werden.
«Es ist erstaunlich, wie leicht es war, die Massnahmen einzuführen – und wie unglaublich schwierig, sie wieder aufzuheben»
Die Eigenverantwortung spielte bei der Bewältigung der Pandemie eine entscheidende Rolle, sagt Schwedens früherer Chefepidemiologe Anders Tegnell. Der schwedische Ansatz erwies sich nicht nur als wirksam, sondern stärkte auch das Vertrauen der Bevölkerung.
Die Bevölkerung noch besser mit medizinischen Gütern versorgen
Wie die nächste Krise aussehen wird, weiss niemand. Klar ist aber, dass soziale und gesellschaftliche Aspekte künftig stärker berücksichtigt werden müssen.
Die Angst sitzt tief
Die Coronapandemie hinterlässt im Praxisalltag bis heute Spuren. Ein Erfahrungsbericht eines Zuger Hausarztes.
Verbale Entgleisungen und Falschaussagen
Viele Aussagen aus der Coronazeit sind schlecht gealtert. Einige wirken heute besonders haarsträubend.
Der Täter wird gar nichts aufklären
Die Behörden sind zu einer selbstkritischen Rückschau auf die Coronazeit nicht bereit. Was bleibt, ist die persönliche, innere Aufarbeitung.
Die fiktive Pandemie
Von Maskenpflicht über Lockdowns bis Impfzwang – ein Rückblick auf fünf Jahre gesundheitlichen Ausnahmezustand in Deutschland.
Impfschäden müssen untersucht werden
Coronaimpfungen können zu Herztod, Lungenembolie oder Herzmuskelentzündungen führen. Diese experimentellen Impfstoffe müssen vom Markt genommen werden.
Die Massnahmen waren eine Gratwanderung
Die Schweiz beging während der Coronakrise zweifellos Fehler – insbesondere beim Besuchsverbot in Altersheimen. Doch unter dem Strich ist sie mit ihrem liberalen und föderalen Kurs gut gefahren.
Die Regierung in die Schranken der Verfassung weisen
Die Eingriffe der Behörden während Corona waren beispiellos. Dennoch bleibt die Politik mehrheitlich unwillig und untätig, eine Wiederholung bei einer nächsten Krise zu verhindern.
Ich habe die Nachhaltigkeit der Impfung überschätzt
Mit dem «Freiheitsimpfler» nahm ich die Massnahmengegner aufs Korn. Mehr Sorge als das Gejammer der Protestler bereitete mir allerdings die Selbstzufriedenheit der staatlichen Akteure.
Aktuelle Debatten
Lesen Sie die Packungsbeilage: Frauenförderung kann rückwärtsgewandte Rollenbilder zementieren
Viele gut gemeinte Förderinitiativen zeichnen ein nachteiliges Frauenbild. Sogar in liberalen Kreisen fehlt die Vision der modernen, selbstbestimmten Frau.
Das Leben eines Bären
Zum achtzigsten Geburtstag von Harry Rowohlt erscheint eine neue Biografie des Individualisten und Sprachkünstlers.
«Die Volksarmee schiesst nicht auf das Volk»
1989 erlebte ich das Massaker auf dem Tian’anmen-Platz, doch ich brachte es nie fertig, meine Erfahrungen niederzuschreiben. Bis jetzt.
“The People’s Army doesn’t shoot the People”
In 1989, I experienced the Tian An Men massacre, but I never managed to write down my experience. Until now.
Aus Aussenseiterinnen werden Heldinnen
Pünktlich zur Fussball-EM legen Marianne Meier und Monika Hofmann die erste umfassende Geschichte des Frauenfussballs in der Schweiz vor.
Trump sitzt im Zollstreit am längeren Hebel
Unter der Lupe der Spieltheorie betrachtet, agiert Trump in der Handelspolitik als «Bully». Ist sein Verhalten irrational?
Weitere Beiträge
Editorial
«Würde sich die EU bei uns um Beitritt bewerben, müssten wir sagen: demokratisch ungenügend.» Günter Verheugen, damals Vizepräsident der Europäischen Kommission, 2005 Die Schweiz und die Europäische Union sind nicht kompatibel miteinander. Während die politische Kraft hierzulande aus den Gemeinden, den Kantonen und von den Bürgern kommt, regieren in der