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Hinter den Kulissen mit Cristina Gaggini

Leiterin der Geschäftsstelle Genf

Inhaltsverzeichnis

Im Alter von 5 bis 18 lebte Cristina Gaggini im Tessin. Dann ging sie nach Zürich und an die Universität Lausanne, seit zwölf Jahren ist sie bei Economiesuisse. Sie leitet die fünf Projektleiter, eine Übersetzerin und zwei Assistentinnen der Geschäftsstelle Genf und ist auch verantwortlich für die zwei Personen im Tessin: «Wir arbeiten sehr eng mit dem Hauptsitz in Zürich zusammen, sind so was wie eine ‹Economiesuisse miniature›, also Generalisten in einer Region.» Die Zusammenarbeit mit den Kollegen sei hervorragend: «Die sind jung, hochprofessionell und überdurchschnittlich motiviert, das habe ich selten so stark erlebt.»

In ihr Aufgabengebiet fallen Medienarbeit, Kampagnen, Debatten, Diskussionen, Besuche bei Unternehmen. «Ich finde meinen Job intellektuell sehr stimulierend. Man bearbeitet ganz unterschiedliche Themen und Dossiers und kommt in Kontakt mit verschiedenen Gruppen: der Politik, den Unternehmen, den Bürgern, den Journalisten.» In der Romandie, sagt Gaggini, herrsche eine etwas andere Mentalität als in der Deutschschweiz. Die Romands seien zwar nicht wirtschaftsfeindlich, aber eher für einen starken Staat. Deshalb müsse man die Kommunikation etwas anpassen, die Messages etwas anders bringen: «Wir setzen stärker auf Emotionen im Diskurs.»

Privat engagiert sie sich für die Fondation Anouk. Eine ohne staatliche Subventionen auskommende Stiftung, die in Krankenhäusern und Altersheimen Wände mit Kunstwerken bemalt – und so nachweislich zum Wohlbefinden und zur Heilung beiträgt. Die Künstler nehmen dabei Rücksicht auf den jeweiligen Ort, erstellen ihre Arbeit im Kontakt mit den Patienten und den Mitarbeitern. Zur tetralingualen Schweizerin fehlt der quirligen und Begeisterung verströmenden Gaggini eigentlich nur noch, dass sie auch noch Rätoromanisch spricht. Aber das kriegt sie im Notfall sicher auch hin. «Ich bin Tessinerin, also die Minderheit von der Minderheit. Seit frühster Jugend weiss ich, dass man, wenn man Ideen hat, für diese kämpfen muss.»

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