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Gustav Hasler vertraute seinen Mitarbeitern wie seinen Kletterpartnern – und wurde dafür belohnt

Sowohl beim Klettern als auch im Wirtschaftsleben ist Vertrauen grundlegend. Der Unternehmer Gustav Hasler erbrachte in beiden Bereichen Höchstleistungen.

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1904 gelang dem Unternehmer Gustav Hasler (1877–1952) zusammen mit dem Bergführer Fritz Amatter die Erstbesteigung der Nordwand des Finsteraarhorns, des höchsten Bergs der Berner Alpen. In einer Schrift über Gustav Hasler als Bergsteiger heisst es: «Hasler muss Amatter seitlich in ein vereistes Schneeband hinunterseilen, und er wird nun Zeuge einer Plattenkletterei, bei der es wirklich um das Letzte geht. Dann hat Hasler die ganze Plattenflucht selber auszukosten, und als er Amatter erreicht, wird ihm klar, dass ihre Verbindung durch das Seil eine wahre Schicksalsgemeinschaft darstellt. Denn es gibt keine Sicherung.»

Vertrauen ist grundlegend, beim Bergsteigen, aber auch im Wirtschaftsleben. So ist es kein Zufall, dass sich Pioniere durch starke Vertrauensbeziehungen auszeichnen. Denn je weiter man ins Unbekannte vorstösst, desto stärker muss man sich selbst und seiner Umgebung vertrauen. Gustav Hasler betrat mit 22 Jahren unternehmerisches Neuland, als er im Jahr 1900 nach dem Tod seines Vaters die «Telegraphenwerkstätte von G. Hasler» mit über 100 Arbeitern übernehmen musste. Es war sein Glück, dass er auf hervorragende Kadermitarbeiter zählen konnte. Es war aber sein Geschick, dass er ihnen volles Vertrauen schenkte und sie mit Aktien und Verwaltungsratssitzen ans Unternehmen binden konnte.

«Sein Glück, dass er auf hervorragende Kadermitarbeiter zählen konnte. Es war aber sein Geschick, dass er ihnen volles Vertrauen schenkte und sie mit Aktien und Verwaltungsratssitzen ans Unternehmen binden konnte.»

So aufgestellt, profitierte Hasler vom technologischen Boom der Belle Époque: Die Telefoninfrastruktur wuchs zu einem immer dichteren Netz aus Apparaten, Leitungen und Zentralen. Im Zuge dieser Entwicklung schossen bei Hasler neue Fabrikgebäude in die Höhe und die Belegschaft wuchs bis 1914 auf 400 Mitarbeiter. Der Firmenpatron fand derweil Zeit, wochenlang quer durch die Alpen zu touren. Und wenn er sich dort auf den Drei- und Viertausendern in noch unbestiegene Wände traute, dann vertraute er seiner Belegschaft im Tal, dass sie auch ohne permanente Anwesenheit des Chefs erfolgreich arbeite.

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