zum Inhalt

Der Teufel, Corona und ich

Tiefe Schluchten, neue Brücken.

ri

Inhaltsverzeichnis

Der Sage nach drehten gewiefte und tapfere Urner dem Teufel einst einen Geissbock an. An selbigen Ort, präzise auf besagte Teufelsbrücke in der Schöllenenschlucht, sandten die Zürcher ihren diesjährigen Böögg. Dort, in der Abgeschiedenheit und fern von möglichen Menschenansammlungen in der Stadt Zürich, durfte er niederbrennen. Wie einst die Urner fanden nun auch gewiefte Zürcher einen eigenen Weg: So geschah es, dass auf der Stüssihofstatt im Niederdorf ein Miniaturböögg begeisterte Menschenmassen anzog. Der Teufel – pardon – die Staatsgewalt war hier aber nicht zugegen. Den Tapferen hilft das Glück. Wie lange dieser Böögg brannte, entzieht sich der Erinnerung. Das spielt jedoch keine Rolle. Denn was zählt, ist: In Zürich brannte ein Böögg. (ri)

Unterstützen Sie uns!

Dieser Artikel war frei zugänglich – ermöglichen Sie mit einer Spende den freien Zugang für alle.

Jetzt spenden

Aktuelles

Ein Nachruf auf die Stimme des Schweigens

Ein Nachruf auf die Stimme des Schweigens

Vor 75 Jahren starb mit Ludwig Wittgenstein einer der faszinierendsten und bedeutendsten Philosophen des 20. Jahrhunderts. Sein Sprachdenken ist aktueller denn je – als Gegenmittel zur Verrohung in der öffentlichen Kommunikation.

Krankheit lohnt sich

Krankheit lohnt sich

Prävention wird kaum honoriert, Krankheit dagegen zuverlässig finanziert. Die Pflege-Unternehmerin Alessia Schrepfer erklärt, warum diese Fehlanreize Patienten und Pflegekräfte belasten – und weshalb das System von Grund auf neu gedacht werden muss.