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René Scheu

Geschäftsführer des Instituts für Schweizer Wirtschaftspolitik. Von 2007 bis 2015 wirkte er als Herausgeber und Chefredaktor des «Schweizer Monats». Heute ist er Verwaltungsrat der SMH Verlag AG.

Die neue Frivolität

Die jüngste Session in Bern war Poker, Action, Spektakel, Livekino. Kommt Frau Widmer-Schlumpf mit ihrem Vorschlag durch, das Parlament über einen Deal abstimmen zu lassen, den es nur halbwegs kennt? Was weiss der Bundesrat, und was sagt er nicht? Schlagen die USA gleich los? Droht der Schweiz das grosse

Editorial

Ausländische Fiskalbehörden haben sich am helvetischen Schutz der finanziellen Privatsphäre nicht die Zähne ausgebissen, wie selbstbewusst auftretende Schweizer Politiker bis vor kurzem gemutmasst haben. Vielmehr hat sich der Bundesrat im Verbund mit grossen einheimischen Finanzinstituten still vom Bankgeheimnis gegenüber ausländischen Kunden verabschiedet. Nun will ausgerechnet ein Bankier den Schutz der

Der Bürger und die «Bürgerlichen»

Quizfrage: Was ist heute ein Bürger? Das ist jemand, der sich mit Hilfe seines politischen Mitspracherechts holt, was ihm als Teilhaber des Staates zusteht. Oder genauer: der sich das holt, von dem er glaubt, dass es ihm zustehe. Dies scheint mir eine mittlerweile mehrheitsfähige Definition des Selbstverständnisses von Bürgern spätdemokratischer

Editorial

Kurt Imhof liest den Medien gerne die Leviten. So macht man sich unter Medienvertretern keine Freunde. Die Beharrlichkeit, mit der Imhof in seinem Jahrbuch «Qualität der Medien» jeweils auf die «Qualitätsdefizite» der Pressetitel hinweist, verdient jedoch Respekt. Als er sich letzten Oktober in der 1000. Ausgabe mit den Worten zitieren

Kurt Imhof – bei aller Sympathie…

Der Diskurs ist sein Element. Kurt Imhof verstummt kurz, um sich die Frage anzuhören. Es ist, als würde er auf der Lauer liegen. Dann legt er wieder los. Imhof ist ein Meister der allmählichen Verfertigung der Idee beim Reden. Denkpausen, Zögern, Zaudern sind nicht vorgesehen. Seine mäandrierenden Ausführungen münden stets

Schluss mit dem Bauchstalinismus!

Schluss mit dem Bauchstalinismus!

Wie steht es in der Schweizer Medienlandschaft um den Wettbewerb der Argumente? Wer finanziert ihn? Und gibt es noch so etwas wie bürgerliche Intellektualität? Ein Gespräch mit Kurt Imhof über Empörungsbewirtschaftung, das Verlangen nach öffentlichen Hinrichtungen – und den «Monat».

Der Skeptiker

Der Skeptiker

Er hat Friedrich August von Hayek und Isaiah Berlin persönlich gekannt und geschätzt. Heute zählt John Gray selbst zu den einflussreichen Intellektuellen Grossbritanniens. Und zieht die Ökonomen Marx und Keynes dem «Utopisten» Hayek vor. Ein Streitgespräch.

Wir brauchen keine Herrschaft

Wir brauchen keine Herrschaft

Demokratie ist die schlechteste aller Regierungsformen – abgesehen von allen anderen, sagte einst Winston Churchill. Für David D. Friedman ist dies ein Grund, über neue Staatenmodelle nachzudenken. Je weniger Herrschaft, desto besser. Gedankenaustausch mit einem amerikanischen Anarchisten.

Editorial

Editorial

Wer die Welt durch unser Magazin betrachtet, pflegt nicht den Röhren-, sondern den Röntgenblick. Die Leser bekommen Monat für Monat gedankliche Tiefenschärfe aus erster Hand geliefert – das ist der Anspruch unserer Arbeit als Macher einer Autorenzeitschrift und jener unserer Autoren sowieso. Apropos Arbeit. Sie ist in unseren Breitengraden längst nicht

Der Zornbürger

Thomas Minder ist der neue Volksheld der Schweiz. Gegen den vereinten Widerstand von Regierung, Parlament und Establishment hat er zusammen mit Claudio Kuster seine «Initiative gegen die Abzockerei» unerschrocken zum Erfolg geführt. Es gab zwar immer wieder Momente des Zweifels und der Schwäche, in denen er den Besänftigungsversuchen parlamentarischer Kollegen