René Scheu
Geschäftsführer des Instituts für Schweizer Wirtschaftspolitik. Von 2007 bis 2015 wirkte er als Herausgeber und Chefredaktor des «Schweizer Monats». Heute ist er Verwaltungsrat der SMH Verlag AG.
Editorial
Der Staat hat frei nach John Locke die Aufgabe, Freiheit, Leben und Eigentum seiner Bürger zu schützen. Weil er als Gewaltmonopolist eine ungeheure Machtfülle in sich vereint (und Macht stets korrumpiert), muss er die Beschützten zugleich vor seinen eigenen Avancen schützen – das ist der Sinn der in der Verfassung festgehaltenen
Leserbefragung
Liebe Leser, schön, dass Sie zu jenen Leuten gehören, die jeweils zehn Minuten Ihrer Lebenszeit in die Lektüre der «Scheuklappen» investieren. Dafür danke ich Ihnen. Und verbinde mit dem Dank diesmal einen Wunsch. Darf ich Sie bitten, Ihre 10 Minuten diesen MONAT in das Ausfüllen unserer Leserbefragung zu investieren? Sie
Editorial
Der helvetische Wutbürger ist einer, der die Faust im Sack macht. Er ist unzufrieden mit den Verantwortlichen für den Betrieb des Landes, er ist zornig gegenüber «denen da oben». Doch bekundet er seinen Unmut am liebsten im geschützten Ambiente des Freundeskreises, wo er davon ausgehen kann, dass andere seine Ansichten
Die neuen Abzocker und die Mediengebühr
Wer ist hier der Abzocker: Sie oder ich? – Es war Bundesrätin Doris Leuthard, die diese Frage vor ziemlich genau einem Jahr an Nationalrat Max Binder richtete. Nicht um Saläre der Angestellten staatsnaher Betriebe ging es während der Ratsdebatte und auch nicht um die Entschädigung für das hohe Amt eines Bundesrats.
Ein Revival des klassischen Liberalismus!
Die Neoliberalen haben zu sehr auf den Staat gesetzt, den jungen Anarchokapitalisten fehlt dagegen das Verständnis für die Herrschaft des Rechts. Darum gilt es, die verschütteten Prinzipien des klassischen Liberalismus freizulegen. Ein Gespräch.
Editorial
Der «Monat» entwickelt sich ständig weiter – genauso wie seine Macher und natürlich Sie: unsere Leser. Oft haben Sie uns geschrieben: «Alles wunderbar, was Ihr da zusammen mit Euren Autoren jeden Monat aufs neue ausheckt, aber zuweilen ist es fast zu viel des Guten.» It’s a thin line between Lob
Zukunft des Print: Sie entscheiden!
Die «Frankfurter Allgemeine Zeitung» sieht seit Jahren buchstäblich rot. Das Edelmagazin «brandeins» steht zum Verkauf. Die «Financial Times Deutschland» ist Geschichte. Axel Springer und Ringier bündeln in der Schweiz ihr Zeitschriftengeschäft in einem Joint Venture. An der Falkenstrasse, der Adresse der vornehmen alten Tante, herrscht neuerdings Dauerhektik. Die Zeitungen Asiens
«Der Konkurs kam nicht»
Er hat sich skrupellos verschuldet. Er hat voller Freude geschuftet. Und er hat nie auf Unternehmensberater gehört. Werner Kieser über «Skin in the Game». Über den Unterschied von Unternehmer und Manager. Und über seinen Eignungstest.
Editorial
«Bevormundung» ist ein hartes Wort. Vor dem inneren Auge erscheint ein finster dreinblickender Mensch, der entscheidet, was für mich am besten ist. Niemand will solche Vormünder – und solche staatlicher Art noch weniger. Aber will darum niemand staatliche Bevormundung? – Die Antwort ist Nein. Längst bestimmen staatliche Autoritäten, wie wir uns zu
Charlie Hebdo: stille Fragen in einer lauten Welt
Glauben mitteleuropäische Satiriker und Publizisten angesichts von Gewehren und Granaten wirklich noch an die Macht des Wortes? – Ist die Publikation anstössiger Cartoons heute ein mutiger Akt in einer angespannten Lage? Oder ist es Effekthascherei in einer empörungsbereiten Gesellschaft? – Fehlt es Terroristen und Satirikern gleichermassen an Phantasie? Während die einen
1968 und die Gegenwart
Die grosse politische Revolution ist damals zweifellos missglückt. Doch haben viele 1968er Karriere gemacht, höchstwahrscheinlich ohne Krawatte und mit Jeans statt Buntfaltenhosen – aber sie taten es. Erfolgreich. Die Voraussetzungen hierfür waren ideal: Sie waren zumeist gut ausgebildet, wurden früh politisiert, erwiesen sich als geistig flexibel, verfügten über intakte Seilschaften. Die
Scheiternde Elite
Der Zorn auf die politische und ökonomische Elite wächst mit der Krise. Von ihr wird erwartet, Verantwortung zu übernehmen – unabhängig von tatsächlicher Schuld. Martin Wolf über den Unterschied zwischen Opernstars und Hedge-Fonds-Managern.
Editorial
Es ist ein Format, das viele Freunde hat und auch ein paar erbitterte Gegner: das Interview. Unsere Jahresendausgabe enthält traditionellerweise eine Menge Gespräche, die zweifellos viel Gesprächs- und Zündstoff bieten. Damit dokumentieren wir: Wir sitzen nicht immer nur vor unseren Bildschirmen und korrespondieren auf anonymen Wegen mit unseren Autoren, sondern