Der Appell an die Geschichte oder doch an die historische Legende, der in der Schweiz so oft ergeht, wenn es sich um die Ordnung unserer Gegenwart und Zukunft handelt, ist für den Historiker nicht immer beglückend. Es gibt eine Tendenz, uns selbst und unsere Probleme nur noch historisch zu sehen und zu begreifen, die zeigt, dass unserem geschichtlichen Bewusstsein die lebendige Beziehung zum Handeln abhanden gekommen ist…
Vom Geist und Ungeist des Föderalismus
Essay von Herbert Lüthy, erschienen in «Schweizer Monatshefte»; Ausgabe 9, 1964 (Dezember 1964). Wiederveröffentlichung aus aktuellem Anlass.
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Aktuelles
Verschuldete Staaten erhöhen den Druck auf die Notenbanken
Die steigende Staatsverschuldung bedroht die Unabhängigkeit der Zentralbanken, sagt der ehemalige Präsident der Nationalbank, Thomas Jordan. In der Schweiz besorgt ihn vor allem die steigende Regulierung.
Gute Gesundheitspolitik beginnt dort, wo Interessen offengelegt und Entscheide öffentlich begründet werden
Über Medikamentenpreise wird meist nach bekannten Mustern gestritten. Nötig sind nicht bloss weitere ausgehandelte Kompromisse, sondern begründete Entscheide, die Patientenzugang, Innovation und bezahlbare Prämien zusammenführen.
Der Staat wächst auf unserer Bequemlichkeit
Giuseppe Gracia und Lukas Leuzinger diskutieren darüber, warum der Staat immer grösser wird. Ist der Mensch unfähig zur Freiheit – oder gefangen im «sanften Despotismus»?
Survival in the Wolf World
The rules of global politics are crumbling. Marc Saxer’s timely warning maps the geopolitical forces, ideas, and strategies shaping a harsher new era.