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Kultur

Ins Glück trotz dickem Hintern

Katharina Wille-Gut: «Der Name der Hose». Oberhofen: Zytglogge, 2008. Niemand, der Brian De Palmas Filmadaption von Stephen Kings Horrorklassiker «Carrie» gesehen hat, wird je vergessen, was ein geschmackloser Scherz auf einer Schulfeier in der Seele eines weiblichen Teenagers anrichten kann. Über die 14jährige Eveline ergiesst sich zwar kein Eimer

Und immer wieder: Heidi

Hannes Binder / Peter Stamm: «Heidi. Nach einer Geschichte von Johanna Spyri.». München: Nagel & Kimche im Carl Hanser Verlag, 2008. Heidi ist eine vielbeschäftigte Powerfrau. Tagsüber steht sie sich in Schweizer Vorgärten die Beine in den Bauch, abends werden die verkrampften Waden wahlweise auf der Musicalbühne oder in japanischen Mangaclubs

In Afrika mit Max

In Laos begegnete ich einmal zwei jungen Schweden, die sagten, sie wollten auf ihrer Reise durch Südostasien leben wie die Einheimischen. Sie lernten kochen wie Laoten, kleideten sich wie Laoten, nur Bier tranken sie wie Schweden, und so waren sie auch schon ziemlich besoffen, als sie sich in Luang Prabang

In Mundart quer durch die Evangelien

«Nach den vier Evangelien» gearbeitet zu sein, beansprucht Hansjörg Schneiders Dialektstück «Jesus und die drei Mareien», das bis zum 22. März während dreieinhalb Monaten in der Luzerner Mariahilf-Kirche zu sehen war. Der Untertitel verweist auf ein erstaunlich legeres Verhältnis des vor allem seiner Hunkeler-Krimis wegen beliebten Autors zur

In Nöten mit der Liebe

Wer würde schon Einspruch erheben, wenn im Titel eines Buches, das «Liebesgeschichten» verspricht, von «Glück» die Rede ist? Denn wer würde das Hochstimmungspaar Liebe und Glück auseinanderdividieren wollen – wenigstens zu Beginn der Geschichten? Und wer schaut deshalb nicht zweimal auf den Titel des neuen «Liebesgeschichten»-Buches von Adolf Muschg, der

In San Francisco mit Milena Moser

«Flowers in your hair» oder «Wie man in San Francisco glücklich wird » ist der neuste Band von Milena Moser. Nach drei Büchern, die von dieser Stadt beeinflusst worden sind – «Bananenfüsse» (2001), «Sofa, Yoga, Mord» (2001) und «Schlampenyoga» (2005) – ist dies nun eine sehr subjektive Aufarbeitung ihrer Amerikaerfahrung. Die Gattung ist

In Ascona mit Peter und Ursula

Wollte man «Die Welt ist blau» von Victoria Wolff, der Präsentation des AvivA-Verlages folgend, als heiter-erfrischenden Sommerroman aus Ascona lesen und besprechen, so läge man nicht falsch – doch der eigentliche Wert des Buches, die Editionsleistung und die aussergewöhnlich bedachte Gestaltung blieben auf der Strecke. «Also gut, in die

Im Unklaren mit Grossmutters Vergangenheit

Die alte Dame ist ebenso eigensinnig wie willensstark. Lange hat sie sich bemüht, auch vor sich selbst die ersten Anzeichen einer sich ankündigenden Demenz zu verbergen. Erst als ihre Enkelin sich dazu durchringt, in drastischen Worten auf die abnehmende Hygiene im Haushalt hinzuweisen, beschliesst sie, in ein Heim umzuziehen. Ihr