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Kultur

Lassen wir ihm das Geheimnis!

Ja, so ist es wohl: «Die Welt ist ein grosses Geheimnis! Wehe, wir decken es auf!». Der Satz steht im Debüt des 25jährigen Berners Christian Zehnder. Der schmale Band, die Erzählung «Gustavs Traum», hat es in sich – «es», das Geheimnis. Und man sollte nicht versuchen, es zu lüften. Denn dann

Rind im Zentrum

Arthur Zeller, der Geige spielende Sohn eines wohlhabenden Landwirts, hatte sich autodidaktisch zum Fotografen ausgebildet. Gleichzeitig war er Züchter und Kenner des Simmentaler Fleckviehs. Eine einmalige Situation, die es Zeller erlaubte, die wichtigsten Merkmale dieser damals reüssierenden Rinderrasse unter ästhetischen und ökonomischen Aspekten gleichermassen ins rechte Licht zu rücken; seine

Einmal Schmähungen, das andere Mal Statistiken

Das Freizügigkeitsabkommen der Schweiz mit der EU aus dem Jahre 2002 war ein epochaler Einschnitt in der Migrationsgeschichte der Schweiz. Wie unterschiedlich man auf die danach einsetzende Einwanderung aus den EU-Ländern – und besonders aus Deutschland in die Deutschschweiz – reagieren kann, zeigen die beiden hier zu besprechenden Bücher, die kaum

Peter Zeindler: Der Urknall

Im Februar 2009 wird der Zürcher Schriftsteller Peter Zeindler 75 Jahre alt. Wir drucken exklusiv die ersten drei Kapitel seines Spionageromans «Der Urknall». Zeindler ermittelt derzeit in Genf für das vierte Kapitel. Mehr erfahren: redaktion@schweizermonatshefte.ch

Sachbuch

Paul Virilio Panische Stadt Wien: Passagen, 2007 Der französische Stadtplaner und Philosoph Paul Virilio ist mit seinen Thesen zur Beschleunigung der Welt der Moderne berühmt geworden. Dass wir uns nicht mehr natürlich fortbewegen, sondern seit der Erfindung der Eisenbahn in immer rascherem Tempo, verändert – so hat er gezeigt – unsere Wahrnehmung

Logos frisst Mythos

Tim Krohn: «Vrenelis Gärtli». Berlin: Eichborn, 2007. Das dazugehörige Hörbuch, gelesen vom Autor, ist bei Kein & Aber erschienen.

Aktenlektüre zumal, doch wie erregend…

Dass es bei der offiziellen Schweiz wenig Freude hervorrief, wenn Karl Barth sich, nach seinem von den Nazis erzwungenen Weggang aus Deutschland, zu den Verhältnissen dort äusserte, war früh bekannt. Erstmals ist nun aber das ganze Räderwerk der Schikanen zu besichtigen, in das er durch Regierungsinstanzen und nachgeordnete Behörden geriet

Ein Häufchen akkurat katalogisierten Elends

Gestern war alles besser. Das kann der besonnene, streng rationale Paläontologiedozent Emile Ryffel bestätigen, denn beruflich löffelte er sich mit feiner Akribie durch die Sedimentschichten vorzeitlicher Vulkaneruptionen, privat lebte er noch am Vortag den Stammhirntraum aller Akademiker: eine aparte Kulturschaffende – die Ebenbürtige – als feste Partnerin und eine knackige Studentin – das

Keller, Keller, Keller

Was hat Gottfried Keller mit Aischylos oder Sophokles zu tun? Die Frage könnte auch Keller-Fachleute in Verlegenheit bringen, denn Keller hat sich – abgesehen von ein paar Theaterfragmenten – nicht als Dramatiker hervorgetan. Antwort darauf weiss das von Martin Müller verfasste Personenlexikon zu Kellers Leben und Werk. Denn im Vorwort von