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Kultur

Statt Äplermakronen Rösti aus der Packung

Es ist schön in den Bergen, schwärmen die Touristen, die in roten Socken an der Alphütte vorbeiwandern und den Senn davor mit ihrer Kamera fotografieren. Im Brunnen waschen sie ihre Schuhe und denken nicht daran, dass dieser Brunnen den Bewohnern der Alp mehr ist als blosse Dekoration. Vier Männer teilen

Eloge auf die Nichtprovinz

Wer beim Stichwort «St. Gallen» lediglich «ewiggestrig» und «provinziell» denkt, ist selber ewiggestrig und provinziell. St. Gallen hat zum Beispiel eine lebendige Literaturszene, einer ihrer Verkehrsknotenpunkte war bis vor kurzem die Syrano-Bar, wo Florian Vetsch Schriftsteller aus aller Welt zum Stelldichein lud. Vetsch ist selber eine Art Relais, wo

Reisen statt orgeln

Seit vier Jahrzehnten hat Gerold Späth sich mit Romanen, Erzählungen, Bühnenstücken und Hörspielen einen Namen gemacht. Beinahe unbemerkt sind nebenbei in den späten siebziger und frühen achtziger Jahren Reisereportagen für die «Neue Zürcher Zeitung» entstanden, die nun unter dem Titel «Mich lockte die Welt» gesammelt nachzulesen sind. Gleich zu Beginn

Gizgnäpper, Hüürebeiss, okee

Den Anlass zu den 83 alphabetisch sortierten «Wortgeschichten», die der aus dem Schweizer Radio bekannte Redaktor Christian Schmid auf gut 200 Textseiten erzählt, gaben Anfragen seiner Hörer. Da in vielen Wortgeschichten – die Stichwörter sind meist Substantive und Adjektive, selten Verben – auch auf Ableitungen, Zusammensetzungen, Synonyme oder etymologisch Verwandtes eingegangen wird,

Das Quadrat soll ein Kreis werden

Der Sozialismus hat Schriftsteller mit einem sozialen Gewissen in vielerlei Konflikte geworfen, ohne dass sein Scheitern sie von ihnen befreit hätte. Literatur den Zielen einer idealen Gesellschaft zu unterstellen, so die Erfahrung, führt zu einem Desaster. Literatur sich selbst zu überlassen, schützt aber ebensowenig vor politischer Vereinnahmung durch Dritte. Furtwängler

Lust auf Holzschnitte?

Emil Zbinden veröffentlichte mehrere Werke: «Landschaften und Menschenbilder» (Limmat, Zürich 2008), «Selbstzeugnisse und Bilddokumente» (Limmat, Zürich 2008) sowie den Ausstellungskatalog «Für und wider die Zeit» (Benteli, Sulgen 2008).

…und hier um matchmaking

Texten aus dem Umfeld der Literaturwissenschaft haftet meist ein gewisser akademischer Stallgeruch an. Nicht so bei Peter von Matt. Schon in seinen grossen Studien über den «Liebesverrat» und «Die Intrige» hat der inzwischen emeritierte Zürcher Germanist gezeigt, dass man über gewichtige literarische Themen spannend und unterhaltsam schreiben kann. Sein neues

UN-Beobachter in der Wüste

Die neuesten Zahlen belegen, dass die Rüstungsausgaben weltweit ebenso zunehmen wie die Zahl der Friedensoperationen. Was jene anrichten, sollen diese glätten. Dafür allerdings braucht es Ausdauer, insbesondere wenn Konflikte nur beruhigt, nicht gelöst werden. In der südalgerischen Sahara beispielsweise hausen Flüchtlinge seit Jahrzehnten in Lagern, ohne Aussicht auf Heimkehr; der