Nacht des Monats mit Lea Lu
Mit der Schweizer Sängerin und Songwriterin im Zürcher «Mehrspur»-Musikclub.
Mit der Schweizer Sängerin und Songwriterin im Zürcher «Mehrspur»-Musikclub.
«Liberal» ist gerade noch akzeptabel, aber «neoliberal» geht gar nicht. Die «Neoliberalen», das sind jene Zyniker, die seit den 1970er Jahren den Staat abschaffen wollen. Wer sich im Jahre 2011 «neoliberal» nennt, gilt als Staatsfeind, und Staatsfeinde sind heutzutage selbst in jenem linksalternativen Milieu des Teufels, das einst – Sie erinnern
Für den Megatrend unserer Zeit haben die Soziologen ein sprödes Wort: Abweichungsverstärkung. Gemeint ist, dass die Reichen immer reicher und die Armen immer ärmer werden; die Klugen werden immer klüger und die Dummen immer dümmer. Die Selbständigen werden immer souveräner, und die Betreuten werden immer abhängiger. Der einheitliche Lebensstil der
Viele Politiker und Ökonomen glauben, ihre liberale Haltung dadurch beweisen zu müssen, dass sie Freihandel auch für die Landwirtschaft fordern, selbst wenn dieser massive «Bauernopfer» verlangt. Grosse Ideen in der Weltgeschichte haben eben schon immer den grosszügigen Umgang mit Problemen von Minderheiten erfordert. Auch der Schweizer Bundesrat möchte da nicht
Die junge Frau hat das Kind in ein reinweisses Tuch gehüllt und trägt es eilig an den fremden Männern vorüber. In den billigen Plastiksandalen geht sie so schnell, wie sie kann. Noch wenige Schritte, und die Gefahr ist vorbei. Aus den Augenwinkeln beobachtet sie, was hinter ihrem Rücken geschieht. Um
Problematisch ist nicht der «Missbrauch» des Sozialstaats durch Migranten, sondern schlicht sein «Gebrauch» gemäss den Regeln der heutigen Sozialpolitik.
Wer erinnert sich noch an die Hochzeit des Dukes und der Duchesse von Cambridge vor rund einem Monat? Obwohl wir die zahllosen Bilder der Festlichkeiten und des so zuckersüssen Pärchens schon nach kurzer Zeit leid waren, möchte ich die «Hochzeit des Jahres» und die 2,2 Milliarden Menschen, die sie
Simon Libsig bezeichnet sich als «melancholischen Poeten».
«Rockröhre», «Mundart-Rockerin»: Für Sina gibt es vielerlei Bezeichnungen.
Wenn die Welt doch nur so einfach wäre, wie sie Medien und Parteien gerne hätten! Man führt eine sogenannte «repräsentative» Umfrage bei Lesern oder Wählern durch, um deren Präferenzen zu ermitteln. Natürlich tut man dies mit irgendwelchen ausgeklügelten Methoden, wobei man ein denkbar simples Ziel verfolgt: herauszufinden, was die Befragten
Kritik verliert an Niveau, wenn man keinen Mut zu ihr braucht. Das ist ein sehr aktueller Akt aus der ewigen Komödie «Dialektik der Aufklärung». Zur Kritik ermuntern heisst die Kritik korrumpieren. Das Wort, das Christian Wernicke einmal für die NGO geprägt hat, passt wunderbar auf die Linksintellektuellen: «die hofierten Störenfriede»
Unser öffentlicher Diskurs ist erbärmlich uninspiriert. Langweilig. Moralistisch. Stets folgt er demselben Muster, wonach angeblich ein freiheitliches Miteinander der Menschen das Böse, das in uns steckt, unweigerlich nach oben spült. Über das Böse selbst wird dann gar nicht weiter gesprochen. Man konzentriert sich vielmehr darauf, dieses diffuse, beliebig dehn- und
Von oben lässt sich dem Schrecken leichter zusehen. Man braucht nicht länger die Augen zu verschliessen, wenn keine Details zu erkennen sind. Über den Wolken ist es einfacher, mutig zu sein. Das Feindliche ist fern, man weiss sich in sicherem Abstand. In frischem Luftzug fliegt man herbei, inspiziert die Lage
Kaum eine Partei greift mit solcher Verve in die individuellen Rechte und in die Vertragsfreiheit der Bürger ein wie die Sozialdemokraten.
Wer glaubt noch an das Credo «Fake it till you make it»? Gemeint ist: die eigene Fassade auf Hochglanz polieren, um die Substanzlosigkeit dahinter zu verschleiern. Selbstverleugnung also, um sich ökonomische Vorteile zu verschaffen, die eigene Karriere voranzutreiben – oder ganz simpel im Freundeskreis besser anzukommen. Wir leben in einer Scheingesellschaft.
Wer weiss, wie viel die Konjunktur-, Stimulierungs- und Infrastrukturprogramme gekostet haben, die US-Präsident Barack Obama in den zwei Jahren seiner Amtszeit aufgegleist hat? Und wer erinnert sich, mit wie vielen tausend Milliarden Dollar der amerikanische Staat in der Kreide steht? Die meisten dürften bereits vor einiger Zeit damit aufgehört