Nacht des Monats mit Werner Tobler
15 «Gault Millau»-Punkte: Werner Tobler gilt als «Kochgott».
15 «Gault Millau»-Punkte: Werner Tobler gilt als «Kochgott».
Europas Protestparteien zeigen: Viele Menschen blenden Realitäten aus, statt sie zu verändern. Ihre Proteste wirken kindisch und orientierungslos – blosse «Ohne-mich!»-Reaktionen auf die Krise.
Die Reichen. Eine unscheinbare Wendung ist mit voller Wucht zurück. Bürger, Medienleute und Politiker, die nicht klassenkämpferisch veranlagt sind, sondern bloss den Zeichen der Zeit folgen, arbeiten an der Konstruktion eines neuen diskursiven Feindbildes. Man beachte die Verwendung des bestimmten Artikels. Es ist nicht die Rede von Leuten, die mehr
Durch Ideologie und Klientelismus getrieben, verteilt die Politik heute grosszügig Nutzungsverbote und -einschränkungen, ohne dass diese für den Schutz der Bürgerrechte notwendig wären.
Die Bedeutung meines aus dem Griechischen stammenden Vornamens lautet: die Fremde. Und genau das ist es, was ich mein ganzes bisheriges Leben lang war. Was mir anfangs Mühe machte, hat sich inzwischen als Vorteil erwiesen, den ich bewusst einsetzen kann. In Italien und in den USA nimmt man mich als
Ein Pick-up fährt langsam die Strasse herauf, das Motorrad kommt aus der Gegenrichtung. Wenig später folgt ein grüner Pkw, auch er bremst nicht ab. Eine schlanke Passantin wird einen weissen Schal schwenken, das letzte Zeichen für die Sterbende. Sie ist noch bei vollem Bewusstsein. Man hört Geschrei und die
Publikationen aus Bern haben es in sich. Da wäre zum Beispiel das Forschungsmagazin «Horizonte», das vom Schweizerischen Nationalfonds herausgegeben wird und mit einem Skandal aufwartete: Der «Schweizer Nationaldichter» wird des kolonialistischen Denkens überführt (Dezember 2011, Nr. 91, S. 22 f.). Wenn der Schweizerische Nationalfonds könnte, so würde er wohl gerne
Die Schweizer Schauspielerin Manon Pfrunder macht sich Gedanken über «gutes» Theater.
Wer heute den Begriff «Steuersünder» in Anführungszeichen setzt, macht sich verdächtig. Will da einer relativieren? Nein, will er nicht. Er will bloss Klarheit schaffen. Und darum hat er den Begriff erst einmal eingeklammert. «Grundlage und Schranke staatlichen Handelns ist das Recht», heisst es in der Bundesverfassung. Der Staat darf nicht
Stephan Bader managt die Geschicke des Art-Hotels Charlottenburger Hof.
Je exzessiver die Party der Sozialpopulisten, desto schmerzhafter der anschliessende Kater.
Es sind die grossen, aussergewöhnlichen Ideen unangepasster Leute, die unsere Gesellschaften revolutioniert und unser Leben verbessert haben. Eigentlich wissen wir ja: Wachstum wird durch kreative Querköpfe getrieben. Im nachhinein bewundern wir sie für ihre Taten, errichten Denkmäler, schreiben lobende Texte und Monographien. Selten genug werden diese Innovatoren aber auch zu
Zügigen Schritts verlässt das Paar den Saal. Mit hängenden Schultern und gebeugtem Haupt geht der Mann neben der stolzen Frau. Der Abstand zwischen den Eheleuten ist deutlich. Weder halten sie einander bei den Händen noch würdigen sie sich eines Seitenblicks. Jeder geht für sich allein – hinaus in die Bedeutungslosigkeit. Ihre
Steuerbetrug begeht nicht, wer Steuern trickreich umgeht; Steuerbetrug begeht, wer Steuern erhebt – so meine unbotmässigen Gedanken, als ich kürzlich wieder einmal das alljährliche Steuerdeklarationsformular aus dem Briefkasten zog. Das bedarf der Erläuterung. Betrug ist nach den Strafgesetzbüchern der meisten Länder ein Vermögensdelikt, bei dem der Täter durch Arglist – man spricht
Pünktlich zum Weltfrauentag hat der Kanton Zürich die Besetzung der seit Dezember ausgeschriebenen Stelle für einen «Männerbeauftragten» bekanntgegeben. Diese Art von politischer Gleichstellungsbemühung ist eine veritable Schnapsidee.
Francesco Micieli, Sohn italienischer Gastarbeiter, ist heute vor allem eines: Schriftsteller.