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Kolumne

Richtungswahlen? Den inneren Schweinehund überwinden!

Unter Vertretern der schreibenden Zunft ist es verpönt, sich politisch zu outen. Viele meiner Kollegen träumen insgeheim davon, dass sich Fakten, Zahlen und Analysen gleichsam von selbst zu einem kohärenten Bild verdichten, das der Schreibende dann bloss noch in Textform zu bringen hat. Das wird als höchste Liga des Journalismus

De Castro & Garschagen

Fussball. Karneval. Caipirinha. Urwald. Entwicklungsland. Das sind die Assoziationen, die sich hierzulande in den Köpfen meiner Freunde einstellen, wenn sie von Brasilien hören. Auch diesen helvetischen Sommer habe ich im brasilianischen Winter verbracht. Und auch diesmal war ich nach meiner Rückkehr damit beschäftigt, in stereotypen Gesprächen die Klischees über jenes

Kopfzerbrechen übers Sterbenwollen

Kürzlich habe ich einem lieben Freund den Kopf eingeschlagen. Er mir auch. Wir diskutierten über Sterbehilfe. So kamen wir auf meine zwei Grossmütter zu sprechen. Meine erste Grossmutter verlor mit 87 Jahren bei einem Schlaganfall Sprache und Bewusstsein. Man amputierte ihr ein Bein. Sie lebte nur noch dank lebenserhaltender Maschinen.

Unternehmer? Sponsor? Citoyen?

Die grosse Aktiengesellschaft, die Société anonyme, ist die Form, die zur Grundposi-tionierung unserer Zeit passt: Ihre Teilhaber verharren in der Anonymität und erwarten Gewinne, ohne sich selbst zu erkennen zu geben. Diese Shareholder gehören wenigstens ideell zur modernen gemeinen Existenzform des Rentners. Wer eine Rente kassiert, kritisiert zwar unter

Babyshower

Babyshower

Eine «Babyshower» ist eine Art Polterabend vor der Geburt: Für eine Schwangere organisieren Freundinnen einen letzten Abend «unter sich». Nette Idee, aber das wollte ich als werdende Mutter nicht – gleichwohl entwickelte sich ein Kaffeekränzchen mit Jus-Studienkolleginnen doch noch dazu, als ich gefragt wurde, wie es sich anfühle, einen Menschen