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Cover: Zeitbombe?
Januar 2011

Ausgabe 983 - Januar 2011

Zeitbombe?: Reformideen für die berufliche Vorsorge

Autoren dieser Ausgabe:

In dieser Ausgabe

Dossier

«Es ist ein Ponzi-Schema»

René Scheu im Gespräch mit Thomas Held In den Pensionskassen wird immer mehr umverteilt. Von jung zu alt. Von oben nach unten. Das widerspricht der Idee des Kapitaldeckungs-verfahrens. Wie steht es im Jahre 2011 um Idee und Realität der zweiten Säule?

Auftakt

Haben Sie sich schon einmal die Zeit genommen, den Versicherungsausweis Ihrer Pensionskasse genau zu lesen? Und falls Sie sich die Mühe gemacht haben – haben Sie ihn auch wirklich verstanden? Wir hegen in der Schweiz viel Vertrauen in unsere Altersvorsorge. Aber so vertrauenerweckend das Modell auch wirken mag, es hat Risse

Weitere Beiträge

Editorial

Liebe Leser Unsere Altersvorsorge ruht auf drei Säulen: der staatlichen Rentenversicherung, der beruflichen und der privaten Vorsorge. Das Modell klingt solide. Wir werden dafür international gelobt. Und loben uns selber gerne dafür. Zu Recht? Lesen Sie im Dossier ab S. 21 mehr zu unserer beruflichen Vorsorge – einem der grössten volkswirtschaftlichen

Monika Mann (1/2) Das Gerümpel von Capri

Im Herbst meldete sich bei Karin Andert, Autorin der Biografie «Monika Mann», ein letzter Zeitzeuge. U., der anonym bleiben möchte, hatte Thomas Manns mittlere Tochter im April 1986 auf Capri kennengelernt und begleitete sie vier Monate später von den Dolomiten nach Kilchberg.

(2/2) Gorilla, Fliege, weidendes Rind*

Von Monika Mann, an deren Talent im Hause Mann stets gezweifelt wurde und die als ausgestossene, ungeliebte Tochter galt, erschien 1960 bei den «Schweizer Monatsheften» auf vier Seiten die «Kleine Tierschau».

Was heisst denn hier Freiheit?

Eine Antwort aus dem Stegreif von Paul A. Ein Anstoss von Friedrich Dürrenmatt: «Nur im Irrenhaus dürfen wir noch denken; in der Freiheit sind unsere Gedanken Sprengstoff.» («Die Physiker» (Uraufführung 1962))

Streuli am Broadway

Man mag seinen Augen kaum trauen, doch am Westufer des Zürichsees, bei Horgen, stehen riesige Redwoods, typisch kalifornische Mammutbäume – die hat der Emil mitgebracht. Damals waren sie natürlich noch kleiner. Sie wissen schon, der Emil von der Seidenmanufaktur Streuli. War ja vier Jahre in Manhattan, Kaufmannsgehilfe beim Seidenimporteur Aschmann in

Was hat das mit mir zu tun?

Flughafen Zürich, ich warte auf meinen Abflug nach Priština, Kosovo. Umgeben von Menschen, deren Sprache ich nicht verstehe, sie hingegen die meine schon. Fremd und unbehaglich fühle ich mich in ihrer Mitte, habe den Eindruck, beobachtet zu werden. Unwillkürlich muss ich an kosovarische Jugendliche denken, deren Geschichten mir aus den

Am Ende eine Plattensammlung

Siebzig Langspielplatten umfasst die Diskographie, die Hansjörg Schertenleibs Roman «Cowboysommer» abschliesst. Walter Roth, genannt Boyroth, hat sie seinem Jugendfreund Hanspeter vererbt. Kennengelernt haben sich die beiden im Sommer 1974, da waren sie siebzehn. Hanspeter erlernt den wenig später aussterbenden Beruf des Schriftsetzers, während Boyroth bei der Post jobbt. Da gibt’

Fluffy Fluffi

Sabina Altermatt: «Alpenrauschen». München: Piper, 2009 Sabina Altermatt: «Fallhöhe». Zürich: Limmat, 2010

Experiment of Living

Wer möchte eigentlich nicht in seinem Leben einen Neuanfang wagen? Gewagt hat ihn Hermann Hesse, als er nach dem Ende des Ersten Weltkrieges versuchte, sich nochmals dem «Engel zu stellen». Gewagt haben ihn auch Hugo Ball und Emmy Ball-Hennings, als sie nach der Beendigung des Dada-Experimentes um 1920

Schrittweise dem Alphabet entlang

Die Anziehungskraft der Kurzgeschichte, die in der Literatur der Schweiz vor allem im Werk Peter Bichsels prominent vertreten ist, gehe «von ihren nicht idealisierten Figuren – Durchschnittsmensch oder Aussenseiter – und der suggestiven, andeutenden Gestaltungsweise aus, also von ihrem strukturbildenden Komprimierungsprinzip», schreibt Leonie Marx, eine Expertin dieser Prosaform, in Walther Killys Literaturlexikon.

Denn deine Sprache verrät dich

Als sich Simon Petrus daran machte, in der Höhle des Löwen Jesus Christus zu verleugnen, war ihm seine Sprache nicht eben dienlich. «Und über eine kleine Weile traten die hinzu, die dastanden, und sprachen zu Petrus: Wahrlich, du bist auch einer von denen; denn deine Sprache verrät dich.» Simon stammte

Langeweile unter Palmen

Exotische Inseln sind seit je mit der Vorstellung einer neuen, besseren Welt verbunden. Je deutlicher die eigenen zivilisatorischen Mängel wahrgenommen werden, desto mehr wächst die Sehnsucht nach einem noch unberührten irdischen Paradies. Rolf Lappert knüpft in seinem neuen Roman an diesen Topos an, kehrt ihn aber radikal um. Gleich zwei

Im Ministerium für Paradiesverteidigung

«Ihr seid doch keine Menschen, ihr seid doch feuchter Lehm! Geformt hat man euch wohl, doch etwas einzuhauchen vergass man!» So brüllt einer, der eigentlich Schutz sucht, vor einem Schreibtisch der Einwanderungsbehörde. «Derweil richtet Petrus die Dinge auf seinem Schreibtisch fein säuberlich aus – als wollte er, Tischvorsteher sozusagen, die Parade

Aktuelles

Krankheit lohnt sich

Krankheit lohnt sich

Prävention wird kaum honoriert, Krankheit dagegen zuverlässig finanziert. Die Pflege-Unternehmerin Alessia Schrepfer erklärt, warum diese Fehlanreize Patienten und Pflegekräfte belasten – und weshalb das System von Grund auf neu gedacht werden muss.