Dossier: «Rückkehr der Patrons?»
«Mit der Finanzkrise wurde mir bewusst, wie wichtig die von Familienunternehmen gepflegten Werte sind. Freiheit und Verantwortung gehören ebenso zusammen, wie Entscheid und Haftung. Politik und Wirtschaft können von Familienunternehmen einiges lernen – auch und gerade, wie sich übergeordnete Ziele langfristig und verantwortungsvoll verfolgen lassen.» — Remy Reichmuth
Hort der Pioniere
Familienunternehmen galten als traditionell, behäbig und innovationsfeindlich. Das war einmal. Heute werden sie als Zeichen einer vitalen Wirtschaft gefeiert. Zu Recht. Doch: überleben können sie nur, wenn starke Persönlichkeiten sie immer wieder neu erfinden.
Das hässliche Entlein als Flaggschiff
Es mag Produkte mit mehr Sexappeal geben. Wenn es ums Geschäft geht, macht dem Stützstrumpf so schnell aber kein Kleidungsstück etwas vor: Seit 50 Jahren beflügelt die Kompression den Gang der Traditionsfirma Sigvaris. Ein Gespräch über die Innovationskraft von Krisen und die Beinform der Bayern.
«Meine Position ist unkündbar»
Wie frei ist eigentlich eine Familienunternehmerin? Sie entscheidet unabhängig. Sie denkt langfristig. Und sie kann sagen, was sie will. Aber sie kann nicht kündigen. Ein Gespräch mit Franziska Tschudi, die ihr Unternehmen in vierter Generation leitet.
«Der richtige Familienname reicht nicht»
Effizienz und Fachwissen spielen privat eine untergeordnete Rolle. Bei der Unternehmensnachfolge vermischen sich Familie und Business jedoch. Dietrich Pestalozzi musste die rosarote Brille ablegen, als er sein Stahlunternehmen an seinen Sohn übergab.
Wir sind die 88 Prozent
Familienunternehmen arbeiten zumeist still. Sie suchen nicht die Öffentlichkeit, sondern die Kunden. Wenige wissen darum: Sie stellen weltweit die vorherrschende Unternehmensform dar. Aber nur drei Prozent schaffen den Sprung in die vierte Generation.