Dossier: «Europa — Zukunft eines Kontinents»
«Zusammenleben in Frieden, Freiheit, ungestörter Vielfalt bei wirtschaftlichem Wohlergehen. Die Europäische Union in ihrer heutigen Form ist, trotz anderslautender Bekundungen, allerdings kein Garant (mehr) dafür. Sie ist heute überdehnt in vielerlei Hinsicht und missachtet ob der daraus resultierenden politischen Überforderung ihre hehren Grundsätze. Intellektuelles Abseitsstehen oder strukturkonservative Voreingenommenheit wären angesichts dieser Entwicklung unverantwortlich.» — Konrad Hummler
Europa als politische Idee
Die EU verliert zunehmend an politischer Beweglichkeit und Handlungsfähigkeit. Die aktuelle Debatte über «mehr» oder «weniger» Europa kann dieses Problem nicht lösen. Wohl aber die Diversifizierung der Zugehörigkeitsform. Ein Vorschlag.
Der europäische Traum
Der alte Kontinent hat es binnen eines Jahrhunderts geschafft, die Diktatur von einer hier weitverbreiteten Staatsform zu einem Fall für die Geschichtsbücher zu machen. Diese Leistung verdient in Zukunft mehr Anerkennung.
Wetterprognose
Der alte Kontinent zeigt sich so verunsichert und instabil wie selten zuvor. Die Analyse der aktuellen politischen Grosswetterlage Europas gibt wenig Anlass zur Hoffnung.
Produktiver zweifeln
Untergang vertagt: Der Austritt der Briten wird nicht zur «Jetzt endlich – und erst recht»-Verbundesstaatlichung der EU führen. Viel wahrscheinlicher ist ein Europa der variablen Geometrie. Das Schönste: Der Weg dorthin ist bereits ausgehandelt.
Der Brexit als europäische Chance
Die Briten verlassen die Europäische Union. Wie der Austritt genau aussieht, zeichnet sich bereits ab. Ein sozialdemokratischer Lord glaubt: Die Verhandlungen um die Konditionen sind eine Chance – und zwar nicht nur für Grossbritannien.
Auf die harte Tour?
Über Liberalismus, Nationalismus und Sozialismus im Europa von morgen. Ein Kommentar.