Debatte
Interview Teil 2: «Hungern oder gehen»
Im zweiten Teil unserer Interview-Reihe mit Anthony de Jasay schildert dieser die Kriegszeit in Ungarn.
Wozu Rettungspakete?
Wo aber Gefahr ist, wächst das Rettende auch, heisst es bei Hölderlin. Nur sind die gutgemeinten Rettungsmassnahmen oft schlimmer als die Gefahr selbst. In der aktuellen Finanzkrise tut vor allem eines not: Gelassenheit. Und Geduld.
Von Kiffern, Lastern und Verbrechern
Wenn es um Hanf geht, sind die Sinne oft getrübt – nicht nur die Sinne der Kiffer. Ein Nachtrag zur Abstimmung.
Führen statt winken
Tritt Bundesrat Samuel Schmid zurück oder nicht? Schafft es Ueli Maurer in den Bundesrat oder nicht? Im parteipolitischen Theater ging vergessen: die Affäre Nef zeigt die Führungsschwäche des Bundesrats.
Irrationale Demokratie
Gerade in ökonomisch harten Zeiten zeigt sich: Demokratien begünstigen eigennützige Entscheidungen von Interessengruppen – weil ja die anderen die Kosten tragen. Das Problem ist, dass wir nur allzuoft selbst die anderen sind.
Vivisektion des Gutmenschentums
Teil III: Warum es nicht gut ist, Anreize durch gute Absichten zu ersetzen
Von der Unentschlossenheit
Nichts ist so schlimm, dass man es unbedingt ändern müsste. So denkt der Unentschlossene. Ihn lähmt die Furcht vor dem Risiko und die Hoffnung, alles renke sich von selbst wieder ein.
Wer vorschnell triumphiert, übersieht die wahren Schwächen
«Mehr staatliche Kontrolle des Finanzsystems!» lautet die Losung der Stunde. Doch wird dadurch das Bankwesen weder sicherer noch moralischer. Am Anfang der Krise stand nicht das Fehlen von Regeln, sondern eine fatale Kombination von Regulierung und Deregulierung.
Die grosse Illusion und der spekulative Geist
Die Spekulanten gelten als gierig, überheblich, verantwortungslos. Dabei blendet die Spekulationskritik jedoch aus: die Finanzkrise beruht auf der Illusion der risikolosen Spekulation. Mehr spekulativer Geist hätte allen Beteiligten gutgetan.
Wenn das Geld nichts mehr kostet…
Die Zentralbanken haben mit ihrer Politik der tiefen Zinsen die Volkswirtschaften auf der ganzen Welt in die Überschuldung geführt. Nun wollen sie den Teufel mit dem Beelzebub austreiben und noch mehr billiges Geld in den Markt pumpen. Stop! Es gäbe einen erfolgversprechenden Weg aus der Krise.
Die bösen anderen
Krisenzeiten entstellen menschliche Phantasmen zur Kenntlichkeit. Woher stammt die Angst vor den bösen Marktteilnehmern? Eine psychoanalytische Sicht.
Obama oder Die Hoffnung stirbt zuletzt
Vom unendlichen Warten auf den richtigen Poli-tiker, den es nicht gibt – nicht einmal in den USA
Die EU-Zyniker
Wohin geht Europa? Das fragen sich immer mehr EU-Bürger. Und werden zu konsequent inkonsequenten Nein-Sagern.
Wir sind pleite
US-Finanzkrise: die Manager haben uns an den Abgrund geführt. Aber meint wirklich irgendwer, die Regierung sei fähig, die angeschlagenen Konzerne besser zu führen als die Manager?
Wir müssen uns entscheiden
US-Finanzkrise: die Rede vom Marktversagen geht um. Der Blick zurück auf die Grosse Depression belehrt uns eines besseren.