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Aktuelles

Ungarn vor den Wahlen

Auf den aussenpolitischen tour d’horizon folgen nunmehr Einblicke in die innenpolitische Landschaft Ungarns. Welches sind die wichtigsten Parteien und Protagonisten – und welche Strategien verfolgen sie im Rahmen des laufenden Wahlkampfs?

War unter Kádár alles besser?

Dass es Ungarn heute auch wirtschaftlich sehr viel besser geht als in der Zeit vor der Wende, steht objektiv betrachtet ausser Frage. Unbestritten ist aber auch, dass die Entwicklung seither nicht nur Gewinner kennt.

(3) Das sowjetische Moment

Bis heute gibt es Stimmen, die das Scheitern des Aufstands von 1956 mit dem Ausbleiben westlicher Hilfe erklären. Der folgende Beitrag zeigt dagegen auf, dass es echten Spielraum und damit realistische Alternativen nur in Moskau gab.

(4) 1956 und die politisch-psychologischen Folgen

Die Rekonstruktion einer Wirkungsgeschichte von «1956» ist ein komplexes Unterfangen, weil neben objektiven Resultaten auch subjektive Wahrnehmungen Teil der Rechnung sind, Verdrängungen und Verdrehungen, Instrumentalisierungen und immer neue Interpretationen.

(6) Solidarität und Ausgrenzung – die Ungarnhilfe

Die Schweizer Bevölkerung solidarisierte sich massiv mit ungarischen «Freiheitskämpfern» durch beispiellose Spendenwellen, Sympathiekundgebungen und politische Appelle. Nach der sowjetischen Niederschlagung des Aufstands entlud sich die Wut gegen Kommunisten und «Russen» im Land.

(7) Identitätssuche und Antisemitismus

Wenn eine Nation als ethnische Abstammungsgesellschaft verstanden wird, ist damit immer auch die Ausgrenzung des Anderen verbunden. Die Autorin argumentiert, dass das Selbstverständnis eines Teils der ungarischen Gesellschaft als «ethnisch homogenes Magyarentum» Antisemitismus fördert.

Glück lähmt das Genie des Herzens

Fast vierzig Jahre nach der französischen Erstausgabe ist nun der Schlussband von Albert Cohens Tetralogie endlich in deutscher Sprache erschienen; im Jahre 1930 hatte Cohen (geboren 1895 in Korfu, gestorben 1981 in Genf) diese Romanreihe mit «Solal» eröffnet und mit «Eisenbeisser» 1938 fortgesetzt. «Die Tapferen» waren vom Autor ursprünglich als