Aktuelles
Die Idee der Freiheit: Eine Bibliothek von 111 Werken der liberalen Geistesgeschichte
Zürich: NZZ-Verlag, 2007
Elend der Kritik: Vom Krieg um Fakten zu Dingen von Belang
Zürich und Berlin: Diaphanes, 2007
Was heisst denn hier Freiheit?
Philippe Rey zitiert Schiller: Kunst ist Tochter der Freiheit, nicht der materiellen Notwendigkeit. Doch heute herrscht das Bedürfnis tyrannisch über die Menschheit. Der Nutzen wurde zum grossen Idol, dem alle Kräfte und Talente huldigen sollen.
Vorschau
Die nächste Ausgabe Das Dossier der Ausgabe April 2008 gilt dem Thema «Globaler Kapitalismus, lokale Werte». Gast in der Galerie ist Bernard Tagwerker.
Land
Nikosia, Izmir, Albanien, Barcelona oder Piräus Wie folgt man den Spuren längst zerstäubten Zuckergebäcks? Ein Schweizer Diplomat mit griechischen Wurzeln, im Roman nur «der Reisende» genannt, beginnt in Alexandria eine Odyssee rund ums Mittelmeer. Er sucht die verschollene Rezeptsammlung seines Grossvaters, eines Konditors. Inspiriert von den heiseren Ohrwürmern der legendären
Das Grinsen des Horizonts
Gehst als Tagwandler Manche Bücher erzählen Geschichten, andere vermitteln Wissenswertes. Wieder andere scheinen nichts weiter zu beabsichtigen als zu schwingen wie die Saite eines Instruments. Der Leser ist eingeladen, als Resonanzkörper mitzuspielen. Markus Bundis «Das Grinsen des Horizonts» ist eine schwingende Saite. In drei Teilen versammelt der Band parolenabgeneigte Prosa
Globus – das Besondere im Alltag. Das Warenhaus als Spiegel der Gesellschaft
Ernst Pfenninger: «Globus – das Besondere im Alltag. Das Warenhaus als Spiegel der Gesellschaft». Zürich: Verlag Neue Zürcher Zeitung, 2007.
Baur und Bindschädler
Amrain, Zentrum der Welt «Toteninsel», «Borodino», «Die Ballade vom Schneien» und «Land der Winde»: mit diesen 1979 bis 1990 erschienenen vier schlanken Romanen vor allem verbindet sich Gerhard Meiers später Ruhm. Aus Anlass seines 90. Geburtstags am 20. Juni letzten Jahres hat Suhrkamp sie in einer schmuck ausgestatteten Kassette neu
Privatstunden
Mit Hund über der Schulter Alain Claude Sulzers neuer Roman handelt von grossen Themen: Vertrauen und Verrat, erfüllten und unerfüllten Hoffnungen, Stolz und Selbstachtung. Im Zentrum der Geschichte steht der 22jährige Leo Heger, der im Sommer 1968 aus seiner tschechischen Heimat flieht und über Wien in die Schweiz gelangt. Durch
Hin und zurück. Lyrische Texte
Mara Kempter: «Hin und zurück. Lyrische Texte». Eggingen: Edition Isele, 2007.
Flug
Abheben mit Reto Hänny Der Anfang ist unverändert geblieben, und ebenso das Ende. Dazwischen aber hat Reto Hänny seinen Roman «Flug» von 1985 gehörig durcheinandergewirbelt, so dass dessen Neufassung ein anderes Gesicht zeigt. Hänny hat den Roman beschleunigt, indem er ganze Absätze gestrichen hat, etwa solche, die von den Pionieren
Zerrinnerungen. Fritz Senn zu James Joyce
Christine O’Neill: «Zerrinnerungen. Fritz Senn zu James Joyce». Zürich: Verlag Neue Zürcher Zeitung, 2007.
Uf d Liebi chunnt’s alleini a. Mit Rudolf von Tavel in das 18. Jahrhundert
Begehrte Berner Barettlitöchter Den Bernern sagt der Volksmund gerne einen Hang zur Gemächlichkeit nach. Die Lektüre der Erzählungen des «Klassikers der berndeutschen Literatur», Rudolfs von Tavel (1866–1934), lässt jeden Nichtberner erfahren, worin diese Gemütlichkeit gründet: im Dialekt. Beginnt man nämlich von Tavels in Berndeutsch geschriebene Geschichten zu lesen, so