(3) Wenn Sozialversicherer ihre eigene Existenz sichern
Die Akteure der sozialen Sicherungssysteme sind mit sich selbst beschäftigt. Sie investieren mehr Aufmerksamkeit in die Sicherung der eigenen Existenz als derjenigen ihrer Klienten.
Die Akteure der sozialen Sicherungssysteme sind mit sich selbst beschäftigt. Sie investieren mehr Aufmerksamkeit in die Sicherung der eigenen Existenz als derjenigen ihrer Klienten.
Ob wir uns gesund befinden, hängt von unserem biologischen Potential ab. Mit dem Alter wird jedoch das persönlich erworbene Potential wichtiger. Dessen Entwicklung wird auch durch staatliche Unterstützungsleistungen für Arbeitnehmer bestimmt.
Der Schweizer Sozialstaat kann mit den Arbeitsmarktveränderungen nicht Schritt halten. Das vor 100 Jahren etablierte und bis zu den 50er Jahren verwirklichte System ist heute ineffizient. Das problematische Verhältnis zwischen Arbeitsmarkt und Existenzsicherung folgt aus historischen Eigenheiten.
Zwischen 2003 und 2005 führte Deutschland das Hartz-Konzept ein und wollte die Arbeitslosigkeit in vier Jahren halbieren. Dieses Ziel scheint unerreichbar. Der Text diskutiert Fehlanreize des Konzepts und Mängel von Alternativen wie Mindestlohn und Bürgergeld.
Gewinn, Aufstieg, Wohlergehen, finanziell wie ideell: der Mensch sucht seine Vorteile. Er selbst lässt sich nicht ändern, wohl aber die politischen Rahmenbedingungen. Die Sozialsysteme müssen Anreize setzen, die Arbeits- und Leistungsbereitschaft nicht unterbinden, sondern fördern.
Physiker mit Unternehmersinn: André Kudelski führt seit 1991 das börsennotierte Familienunternehmen Kudelski S.A., spezialisiert auf digitale Sicherheitssysteme. René Scheu traf ihn in Cheseaux-sur-Lausanne zum Gespräch.
Vom Kritzeln, Malen, Schreiben und Fechten 1853 schrieb Gottfried Keller an einen Freund: «Ich habe gesehen und gestaunt, wie schlecht und unfähig die Produkte anderer Leute gelesen werden.
Reinhold Rieger Von der Freiheit eines Christenmenschen. De libertate christiana. Kommentare zu Schriften Luthers, Band 1 Tübingen: Verlag Mohr Siebeck, 2007 Die Bedeutung Martin Luthers für die europäische Freiheitsgeschichte wird unterschiedlich gewertet. Die einen sehen in ihm, der dem Kaiser ins Angesicht zu widerstehen wagte, einen Vorläufer der Aufklärung. Andere
Eine Antwort aus dem Stegreif von Dorothea Strauss «Permanenter ästhetischer Umsturz – das ist die Aufgabe der Kunst.» Zitiert aus «Konterrevolution und Revolte» (Herbert Marcuse, 1973)
Das Schweizer Feuilleton kritisierte die «Schweizer Literaturgeschichte» als «missglücktes Kompendium». Die Kritiker projizierten ihre eigenen Wunschvorstellungen auf das 529-seitige Werk. Misst man die Literaturgeschichte jedoch an ihrem eigenen Anspruch, fällt das Urteil anders aus.
Mitten in der Schweizer Literatur mit den «Schweizer Monatsheften». 9 Bücher, vorgestellt in der neunten Folge der «Schweizer Literatur in Kurzkritik». Fortsetzung folgt.
Unlängst geriet ich in eine Auseinandersetzung mit meinem alten Freund Fritz Müller-Zech, Chefkritiker der Literaturzeitschrift «Am Erker». Wir beide unterscheiden uns von der Standardausgabe des Intellektuellen darin, dass wir, wenn es sich vermeiden lässt, keine klassische Musik hören, sondern eine ausgesprochene Vorliebe für die Rockmusik der späten 1960er und
Jacqueline Moser: «Lose Tage». Frankfurt a.M.: Weissbooks, 2008.
Dieter Meier: «La Conquête de l’inutile. Werke 1969–2007». Bern: Benteli, 2007.
«Am ersten seiner fünf letzten Tage sass Jensen an seinem Pult, und draussen stand eine Kutsche im Regen», so fängt der erste Kriminalroman des vor allem für seine pfiffigen Kolumnen bekannten Linus Reichlin an. Wie bitte? Nein, Jensen ist Polizist in Brügge und stirbt noch nicht! Vielmehr steht er vor
Zürich, Bahnhofstrasse 19. Hier eröffnen Tristan Tzara und Hugo Ball im März 1917 die Galerie Dada, in der Absicht, so Ball, «eine kleine Gesellschaft von Menschen zu bilden, die sich gegenseitig stützen und kultivieren». Einer dieser Menschen ist ein 21jähriger Chemiestudent, der sich Clauser nennt. Balls Lebensgefährtin Emmy Hennings hat